Ein sehr gelungener Serienstart

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harlekin Avatar

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Mit „Flut aus schwarzem Stahl“ beginnt eine neue epische Dark Fantasy-Saga aus der Feder von Anthony Ryan.

Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt, die jeweils einen Aspekt dieses komplexen Landes Ascarlia beleuchten. Thera dient den Schwesterköniginnen, den Herrscherinnen des Landes; ihr Bruder Felnir strebt nach eigener Macht oder vielleicht nach der Macht seiner Schwester; Ruhlin ist ein Gefangener mit besonderen Fähigkeiten; und Elvine ist eine Gelehrte und Schreiberin ihrer eigenen Geschichte.

Das Zusammenspiel zwischen diesen verschiedenen Perspektiven ist gelungen, da Ryan es schafft, ein gutes Gleichgewicht zwischen den Handlungssträngen dieser Charaktere zu schaffen. Auch Tempo und Spannung sind ausgewogen und verleiten dazu am Buch bleiben zu wollen.
Die Geschichte selbst ist düster und bedrohlich. Sie ist auf einem kalten, gnadenlosen und brutalen Kontinent angesiedelt. Ascarlia ist ein Land, das nach Meer, Eisen und Blut riecht und durch Anleihen aus der nordischen Mythologie lebendig wird.

Die Weltgestaltung beschreibt der Autor dabei sehr detailliert und hat sich ein ausgeprägtes Magiesystem dazu erdacht. Der Schreibstil und die Charakterdarstellung sind fantastisch, das Tempo beginnt etwas langsam und steigert sich dann zunehmend bis zum überzeugenden Ende dieses 1. Bandes.

Fazit: Mir hat die von der nordischen Mythologie inspirierte Geschichte sehr gut gefallen, und die verschiedenen Perspektiven haben dazu beigetragen, diese Welt zum Leben zu erwecken. Ein sehr gelungener erster Teil den ich hiermit sehr gern weiterempfehle.