Episch

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Anthony Ryan war mir neu. Nach meinem Verständnis ist dieses Buch weniger Fantasy und eher Saga und Mythos im Stil von "Game of Thrones". Es geht in der Zeit weit zurück, vielleicht zu den Wikingern. Das ist aber nicht ausgeführt.
Es werden vier Handlungsstränge geboten. Ruhlin, das ist der Anfang, ein erfahrener Jäger. Er erfährt sofort im eigenen Umfeld ein in diesem Umfang ganz außergewöhnliches Töten. Es werden hier keine Metzeleien in widerlichen Weise "gefeiert", aber so viele Leichen auf so wenigen Seiten waren für mich neu. Ein Menschenleben ist hier nichts wert, zimperlich darf man als Leser hier nicht sein. Weitere Hauptpersonen sind die Geschwister Thera und Felnir, die in Zwietracht und Kampf gegeneinander stehen. Thera ist erste Dienerin der Schwesterköniginnen, die das Reich Ascarlia regieren. Dazu kommt als Vierte Elvine, eine junge Frau, heute würde man wohl "Bücherwurm" sagen.
Auf über 630 Seiten wird eingeführt, beschrieben und entwickelt. Es gemahnt an den Begriff Epos. Die Saga wird ruhig aufgebaut. Das vorliegende Buch ist Band 1. Einen Hinweis darauf, um wie viele Bände es sich insgesamt handeln wird, habe ich nicht gefunden. Eine geeignete Lektüre für lange, dunkle Wintermonate!