Komm an Bord

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julemaus94 Avatar

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Anthony Ryan entführt uns immer wieder in fremde Welten, diesmal geht es nach Ascarlia. Wer seine Reihe "Der stählerne Bund" gelesen hat, dem wird dieses Buch ein wenig wie Heimkommen sein, denn "Flut aus schwarzem Stahl" knüpft lose daran an.

Ascarlia ist das Reich der Schwesterköniginnen, ein loser Inselverbund, der von Stammesoberhäuptern regiert und durch die direkten Beauftragten der Königinnen, ihre Vellihre, kontrolliert wird. Dieser mehr oder weniger sicherer Frieden wird von einer unbekannten Macht bedroht, die sich aus dem Westen anschleicht- dort, wo es angeblich nichts mehr gibt.

Anthony Ryan hat es einfach drauf, den Leser in mehreren Perspektiven in eine unheimlich komplexe, brutale und doch fesselnde Welt zu entführen, ihn förmlich einzusaugen und 600 Seiten später vollkommen emotional zerstört aber gücklich wieder auszuspucken.

Ja, es sind anfangs unheimlich viele Namen, an die man sich gewöhnen muss (keine Sorge, nicht alle bleiben lange relevant oder am Leben) und das gesellschaftliche und Glaubenssystem ist nicht ganz leicht zu verstehen. Aber dafür liebt man die High Fantasy doch, oder?

Für diejenigen, die seine vorhergehenden Bücher gelesen haben, verbirgt die Geschichte auch einiges an mehr oder weniger versteckten Hinweisen und Anknüpfungspunkten. Aber alle werden zum Schluss mit einem gigantischen Showdown und dem übelsten Cliffhanger aller Zeiten belohnt!