Spannender Einstieg in eine ganz neue Fantasy-Welt
Ich habe schon lange keinen Fantasy-Roman mehr gelesen, aber irgendwie erschien die Zeit einfach richtig für dieses Buch. Ein Einstieg in eine ganz neue Fantasy-Welt mit ihrer ganz eigenen Geografie, Geschichte, Politik und Kultur. Bei Anthony Ryan kann man sich ja auch eigentlich sicher sein, dass die Reise sich lohnt, und ich wurde nicht enttäuscht!
Tatsächlich fiel mir der Einstieg ziemlich leicht, auch wenn es bei der Fülle an verschiedenen Charakteren mit ganz eigenem historischem und religiösem Hintergrund nicht einfach ist, den Überblick zu behalten. Anhand der Handlungsstränge rund um die vier Hauptprotagonisten Ruhlin, Thera, Elvine und Felnir erschließt sich diese Welt aber recht leicht. Eingebettet in einer gewissen Wikinger-Ästhetik mit reichlich überraschenden magischen Elementen ergibt sich ein Epos aus einem Königreich in Gefahr vor einer unbekannten, alten Macht aus einem vergessenen Reich jenseits des Horizonts der bekannten Welt.
Natürlich dürfen dabei epische Schlachten sowie kleinere Kampfhandlungen nicht fehlen und ich gebe zu, dass ich normalerweise auf die sehr explizite Darstellung von Gewalt gut verzichten kann. Wer sich damit besonders schwer tut, sollte vielleicht die Finger von dem Buch lassen. Allerdings geht es nie unverhältnismäßig blutrünstig zu und die Szenen werden immer nur so gewaltvoll beschrieben, wie es eben für das Verständnis der Handlung notwendig ist. Gut finde ich dabei zum Beispiel, dass auch sehr stark die Bedeutung von Bildung hervorgehoben wird, indem die Gelehrte Elvine allein mit ihrer Kenntnis der alten Schriften eine sehr zentrale Figur wird.
Die anderen Protagonisten überzeugen auf ihrer Art eher durch Stärke und Härte als durch ihr Wissen, dennoch werden sie überzeugend als Menschen aus Fleisch und Blut mit ihren ganz eigenen Schwächen und Dämonen gezeichnet, was sie sehr greifbar macht. Und so fällt es auch nicht schwer, am Ball zu bleiben, auch wenn man mal ein paar Kapitel abwarten muss, um ihr Schicksal weiter verfolgen zu können.
Eine derart komplexe Handlung braucht zugegebenermaßen eine gewisse Zeit, um sich zu entfalten, bis die Stränge endlich langsam zusammengeführt werden und die unbekannte Bedrohung nach und nach Gestalt annimmt. Das habe ich aber eigentlich nicht als störend empfunden, weil es die Gelegenheit bot, erst einmal tiefer in diese neue Fantasywelt einzutauchen.
Schließlich gipfelt die Handlung nach über 600 Seiten in ein grandioses Finale. Und trotz des Umfangs spürt man an genau der Stelle, dass dieser erste Teil tatsächlich nur das „Vorgeplänkel“ zu noch etwas viel Gewaltigerem ist – auf das wir uns jetzt voller Ungeduld freuen dürfen!
Tatsächlich fiel mir der Einstieg ziemlich leicht, auch wenn es bei der Fülle an verschiedenen Charakteren mit ganz eigenem historischem und religiösem Hintergrund nicht einfach ist, den Überblick zu behalten. Anhand der Handlungsstränge rund um die vier Hauptprotagonisten Ruhlin, Thera, Elvine und Felnir erschließt sich diese Welt aber recht leicht. Eingebettet in einer gewissen Wikinger-Ästhetik mit reichlich überraschenden magischen Elementen ergibt sich ein Epos aus einem Königreich in Gefahr vor einer unbekannten, alten Macht aus einem vergessenen Reich jenseits des Horizonts der bekannten Welt.
Natürlich dürfen dabei epische Schlachten sowie kleinere Kampfhandlungen nicht fehlen und ich gebe zu, dass ich normalerweise auf die sehr explizite Darstellung von Gewalt gut verzichten kann. Wer sich damit besonders schwer tut, sollte vielleicht die Finger von dem Buch lassen. Allerdings geht es nie unverhältnismäßig blutrünstig zu und die Szenen werden immer nur so gewaltvoll beschrieben, wie es eben für das Verständnis der Handlung notwendig ist. Gut finde ich dabei zum Beispiel, dass auch sehr stark die Bedeutung von Bildung hervorgehoben wird, indem die Gelehrte Elvine allein mit ihrer Kenntnis der alten Schriften eine sehr zentrale Figur wird.
Die anderen Protagonisten überzeugen auf ihrer Art eher durch Stärke und Härte als durch ihr Wissen, dennoch werden sie überzeugend als Menschen aus Fleisch und Blut mit ihren ganz eigenen Schwächen und Dämonen gezeichnet, was sie sehr greifbar macht. Und so fällt es auch nicht schwer, am Ball zu bleiben, auch wenn man mal ein paar Kapitel abwarten muss, um ihr Schicksal weiter verfolgen zu können.
Eine derart komplexe Handlung braucht zugegebenermaßen eine gewisse Zeit, um sich zu entfalten, bis die Stränge endlich langsam zusammengeführt werden und die unbekannte Bedrohung nach und nach Gestalt annimmt. Das habe ich aber eigentlich nicht als störend empfunden, weil es die Gelegenheit bot, erst einmal tiefer in diese neue Fantasywelt einzutauchen.
Schließlich gipfelt die Handlung nach über 600 Seiten in ein grandioses Finale. Und trotz des Umfangs spürt man an genau der Stelle, dass dieser erste Teil tatsächlich nur das „Vorgeplänkel“ zu noch etwas viel Gewaltigerem ist – auf das wir uns jetzt voller Ungeduld freuen dürfen!