London, ein grausamer Fund und ganz viel düstere Atmosphäre. Genau mein Thriller!

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schnukilein1904 Avatar

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London ist für mich wie ein zweites Zuhause. Ich liebe diese Stadt und sobald ein Thriller dort spielt, hat er bei mir schon einen kleinen Vorsprung. Wenn die Geschichte dann auch noch im viktorianischen London spielt, mit dichtem Nebel, dunklen Gassen und einem grausamen Mordfall, bin ich eigentlich schon verloren.

Und diese Leseprobe startet wirklich heftig. Bereits der Prolog ist nichts für schwache Nerven. Eine Szene, die verstört und bei der sofort klar wird, dass hinter dieser Geschichte etwas ziemlich Düsteres steckt.

Spätestens als es ins London des Jahres 1888 geht, hatte mich das Buch komplett. Whitehall, Scotland Yard, Victoria Station, die Themse und natürlich Jack the Ripper im Hintergrund. Ich konnte beim Lesen die Stadt regelrecht vor mir sehen. Nur eben nicht mein heutiges London, sondern die dunkle, kalte und neblige Version davon.

Dann wird auf der Baustelle des neuen Polizeihauptquartiers ein Paket gefunden. Darin befindet sich der zerstückelte Torso einer jungen Frau. Ein Arm wurde bereits Wochen zuvor aus der Themse geborgen, der Kopf fehlt. Und schnell steht die Frage im Raum: War Jack the Ripper dafür verantwortlich oder läuft noch ein weiterer Mörder durch London?

Genau solche Geschichten liebe ich. Historische Fakten vermischen sich mit Fiktion und plötzlich fragt man sich beim Lesen ständig, was davon tatsächlich passiert sein könnte.

Besonders William Berger hat mich neugierig gemacht. Ruhig, wachsam, intelligent und offenbar jemand, der Zusammenhänge erkennt, die anderen entgehen. Und sein letzter Satz in der Leseprobe ist natürlich gemein: Entweder findet die Polizei den Täter oder sie wartet auf den nächsten Mord und hat dann Gewissheit.

Na wunderbar. Jetzt will ich diese Gewissheit natürlich auch.

Die Leseprobe war düster, teilweise ziemlich makaber und gleichzeitig unglaublich atmosphärisch. Und London als Schauplatz setzt für mich persönlich noch einen drauf.