Sehr düster und mega spannend

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jenny87 Avatar

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Die Leseprobe von Four Heads Missing – Die Toten der Themse von Thorsten Schleif hat mich sofort in das düstere London des späten 19. Jahrhunderts hineingezogen. Schon die ersten Seiten vermitteln eine bedrückende Atmosphäre und machen deutlich, dass hier ein ziemlich grausamer Fall auf die Ermittler wartet. Der historische Hintergrund und die düstere Kriminalgeschichte passen dabei hervorragend zusammen.
Besonders spannend fand ich den Einstieg: Beim Bau des neuen Hauptquartiers der Metropolitan Police wird im Kellergewölbe ein grausiger Fund gemacht – der Rumpf einer Frau, deren Kopf verschwunden ist. Allein diese Entdeckung sorgt schon für jede Menge Fragen. Wer hat die Frau getötet? Warum wurde ihr Kopf entfernt? Und warum wurde die Leiche ausgerechnet dort versteckt?
Sehr interessant finde ich auch das Ermittlerduo Irene Adams und William Berger. Irene ist eine gut vernetzte Gesellschaftsdame, während William als wortkarger und resoluter Leibwächter einen ganz anderen Charakter mitbringt. Gerade dieser Gegensatz macht die beiden als Ermittlerteam interessant. Sie gehen ihren eigenen Weg und scheinen sich dabei nicht unbedingt auf die offiziellen Ermittlungen der Polizei verlassen zu wollen.
Die Atmosphäre des viktorianischen Londons gefällt mir besonders gut. Die Armut in den Straßen, die gesellschaftlichen Unterschiede und die damals noch deutlich anderen Möglichkeiten der Polizeiarbeit schaffen einen spannenden Hintergrund. Man bekommt beim Lesen das Gefühl, dass die Stadt selbst ein Teil des Kriminalfalls ist.
Auch die Tatsache, dass die Geschichte auf einem realen historischen Kriminalfall basiert, macht die Leseprobe für mich noch interessanter. Dadurch bekommt das Geschehen eine zusätzliche beklemmende Wirkung. Man weiß, dass solche Verbrechen nicht nur der Fantasie entsprungen sind, sondern einen realen Hintergrund haben.
Besonders neugierig macht mich die Verbindung zwischen den verschiedenen Todesfällen. Als eine weitere Leiche aus der Themse gezogen wird und auch ihr der Kopf fehlt, scheint schnell klar zu werden, dass es sich nicht um einen einzelnen Mord handelt. Damit beginnt die Suche nach einem Täter, der offenbar immer nach einem ähnlichen Muster vorgeht.
Der Schreibstil wirkt auf mich spannend und atmosphärisch. Die Geschichte nimmt sich Zeit, das historische Umfeld und die Figuren aufzubauen, gleichzeitig wird aber schon früh ein unangenehmes Gefühl erzeugt. Man möchte wissen, wer hinter den Morden steckt und ob Irene und William dem Täter tatsächlich auf die Spur kommen können.
Besonders gefällt mir, dass die Leseprobe nicht einfach nur einen klassischen Kriminalfall verspricht. Es scheint auch um Geheimnisse, Schweigen und die Frage zu gehen, wie weit Menschen gehen, um etwas zu verbergen. Genau solche Geschichten finde ich besonders spannend, weil man beim Lesen automatisch anfängt, selbst zu überlegen, wer etwas zu verbergen haben könnte.
Die Leseprobe von Four Heads Missing hat mich definitiv neugierig gemacht. Die Mischung aus historischem London, True Crime, düsterer Atmosphäre, mysteriösen Morden und einem ungewöhnlichen Ermittlerduo funktioniert für mich richtig gut.
Ich möchte unbedingt herausfinden, wer hinter den grausamen Morden steckt und warum ausgerechnet die Köpfe der Opfer verschwinden. Auch Irene Adams und William Berger machen neugierig, weil sie offensichtlich ihre ganz eigene Art haben, einen Fall zu lösen.
Mein Fazit: Eine düstere und atmosphärische Leseprobe, die mit einem grausamen Fall, einem spannenden historischen Setting und vielen offenen Fragen überzeugt. Wer historische Thriller und True Crime mag, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen.
Nach dieser Leseprobe würde ich definitiv weiterlesen – denn bei einem Titel wie Four Heads Missing möchte man schließlich irgendwann auch wissen, wo die Köpfe geblieben sind.