Düsteres London
Thorsten Schleif ist Amtsrichter in NRW und schreibt normalerweise Krimis, die von seinem Wissen über das deutsche Justizsystem profitieren. Mit diesem Roman geht es jedoch ins viktorianische London – und damit in eine ganz andere Welt.
London, 1888/89: Während Jack the Ripper sein Unwesen treibt, wird ein kopfloser Frauenkörper gefunden. Gemeinsam mit einer weiteren Leiche aus der Themse beginnt die Suche nach einem Täter. Besonders spannend: Die sogenannten Thames-Torso-Morde sind tatsächlich historisch belegt. Zwischen 1887 und 1889 wurden die zerstückelten Leichen von vier Frauen in oder nahe der Themse gefunden.
Schleif verbindet diesen True-Crime-Hintergrund mit einer fiktiven Geschichte und lässt uns tief ins London jener Zeit eintauchen. Man spürt förmlich den Regen und riecht den Unrat der Stadt. Auch die Ermittlungsarbeit fühlt sich authentisch an: keine moderne Technik, sondern Beobachtung, Recherche und scharfer Verstand.
An Irene Adams und William Berger musste ich mich zunächst gewöhnen – vor allem, weil ich den ersten Band nicht kannte. Einen klassischen Inspektor sucht man hier nämlich vergeblich. Gerade die ungewöhnliche Kombination aus gut vernetzter Gesellschaftsdame und wortkargem Leibwächter hat mir nach kurzer Eingewöhnung aber richtig gut gefallen.
Düster, atmosphärisch und angenehm unblutig – für uns ein gelungener historischer Krimi mit einem faszinierenden realen Kern. Und Band 1 muss man übrigens nicht kennen, um diesen Fall genießen zu können.
London, 1888/89: Während Jack the Ripper sein Unwesen treibt, wird ein kopfloser Frauenkörper gefunden. Gemeinsam mit einer weiteren Leiche aus der Themse beginnt die Suche nach einem Täter. Besonders spannend: Die sogenannten Thames-Torso-Morde sind tatsächlich historisch belegt. Zwischen 1887 und 1889 wurden die zerstückelten Leichen von vier Frauen in oder nahe der Themse gefunden.
Schleif verbindet diesen True-Crime-Hintergrund mit einer fiktiven Geschichte und lässt uns tief ins London jener Zeit eintauchen. Man spürt förmlich den Regen und riecht den Unrat der Stadt. Auch die Ermittlungsarbeit fühlt sich authentisch an: keine moderne Technik, sondern Beobachtung, Recherche und scharfer Verstand.
An Irene Adams und William Berger musste ich mich zunächst gewöhnen – vor allem, weil ich den ersten Band nicht kannte. Einen klassischen Inspektor sucht man hier nämlich vergeblich. Gerade die ungewöhnliche Kombination aus gut vernetzter Gesellschaftsdame und wortkargem Leibwächter hat mir nach kurzer Eingewöhnung aber richtig gut gefallen.
Düster, atmosphärisch und angenehm unblutig – für uns ein gelungener historischer Krimi mit einem faszinierenden realen Kern. Und Band 1 muss man übrigens nicht kennen, um diesen Fall genießen zu können.