Düsteres London und echte Spurensuche

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piet1990 Avatar

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„Four Heads Missing“ hat mich vor allem durch das historische Setting überzeugt. Im viktorianischen London werden mehrere kopflose Frauenleichen gefunden und William Berger und Irene Adams beginnen zu ermitteln. Besonders spannend fand ich dabei, dass der Fall auf historischen Ereignissen beruht und Thorsten Schleif echte Fakten mit einer fiktiven Geschichte verbindet.

Die Atmosphäre ist richtig gut gelungen. Die dunklen Gassen, die Armut auf der einen und der Luxus auf der anderen Seite sowie die Angst vor Jack the Ripper machen das London dieser Zeit sehr greifbar. Auch die Ermittlungsarbeit fand ich interessant, weil eben keine moderne Technik zur Verfügung steht. Stattdessen müssen Will und Irene beobachten, Menschen befragen und kleine Hinweise zusammensetzen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und durch die eher kurzen Kapitel wollte ich meistens direkt weiterlesen. Besonders unangenehm - im positiven Sinne - fand ich die kurzen Einblicke in die Gedanken des Täters. Anfangs musste ich mich allerdings erst an die vielen Personen und Zeit-Sprünge gewöhnen, wobei das Personenverzeichnis wirklich hilfreich ist.

Fazit:
Ein spannender und atmosphärischer historischer Thriller, der True Crime und Fiktion gut miteinander verbindet. Vor allem das viktorianische London und die klassische Ermittlungsarbeit haben mir gefallen. Kleine Schwächen gibt es beim Einstieg, insgesamt hat mich der Fall aber sehr gut unterhalten.