Eine spannende historische True-Crime-Reise!
„Four Heads Missing“ von Thorsten Schleif ist ein gelungener True-Crime-Thriller, der sehr spannend ist und dessen Setting in den schnellen Zeiten von CSI, FBI und Co einfach einmal etwas anderes ist.
Das Cover ist toll gestaltet, da es auch haptisch ansprechend ist: Die Überschrift ist angeraut - das kann ein eBook nicht.
Anfangs ist die Abfolge der Handlungen stellenweise schwierig nachvollziehbar, da die zeitliche Reihenfolge der ersten Kapitel nicht chronologisch ist. Natürlich steht als Überschrift immer darüber, wann es spielt. Dennoch muss man (zumindest mir ging es so) schon mal zurück blättern, um es zeitlich in Beziehung setzen zu können. Nach einigen Anfangskapiteln wird es dann aber chronologisch. Erzähltechnisch ist das aus meiner Sicht nicht wirklich nötig, offenbar ein Kunstgriff, der wohl mit dem Ende, das ich nicht verraten will, zu tun hat.
Inhaltlich jedenfalls weiß die Geschichte sehr zu gefallen! Es ist spannend, man will wissen, wie es weitergeht, und es liest sich schnell und gut. Sprachlich ist es flüssig zu lesen, manch eine Figur wird auch durch die sprachlich-stilistische Darstellung ihrer Gedanken logisch charakterisiert. Die Methode der doppelten Perspektiven auf eine Szene, die der Autor nutzt, ist an vielen Stellen sehr interessant und erzeugt Spannung, bisweilen wirkt es aber auch inhaltlich zu redundant.
Die Charaktere, die die Leser des ersten Romans über Jack the Ripper bereits kennen, sind gut gezeichnet und ihr Handeln ist nachvollziehbar. Zunächst habe ich eine längere Passage (Sir Patrick in Paris) als recht überflüssig empfunden. Aber im Nachhinein empfinde ich sie für die Charakterisierung der Figuren, v.a. von Berger, wichtig, gerade wenn man ihn nicht aus dem ersten Buch kennt.
Einige Details allerdings fühlen sich im Nachhinein nicht ganz stimmig an, da durch die Erzählgestaltung (meist auktorial / Er-Form) und die Perspektivwechsel eigentlich alle Absichten bzw. Gedanken der Figuren klar sein sein müssten, was aber natürlich die Spannung völlig herausnehmen würde. So kam das Ende überraschend - und es ist gelungen.
Auch die knappe historische Einordnung am Ende ist interessant.
Insgesamt kann man sagen, dass die Story, die Figuren, die Sprache und das Setting Freude machen, gerade auch, wenn man sich vielleicht für die Zeit oder True Crime interessiert. Erzähltechnisch hat es mir persönlich an einigen wenigen Stellen nicht ganz gefallen.
Das Cover ist toll gestaltet, da es auch haptisch ansprechend ist: Die Überschrift ist angeraut - das kann ein eBook nicht.
Anfangs ist die Abfolge der Handlungen stellenweise schwierig nachvollziehbar, da die zeitliche Reihenfolge der ersten Kapitel nicht chronologisch ist. Natürlich steht als Überschrift immer darüber, wann es spielt. Dennoch muss man (zumindest mir ging es so) schon mal zurück blättern, um es zeitlich in Beziehung setzen zu können. Nach einigen Anfangskapiteln wird es dann aber chronologisch. Erzähltechnisch ist das aus meiner Sicht nicht wirklich nötig, offenbar ein Kunstgriff, der wohl mit dem Ende, das ich nicht verraten will, zu tun hat.
Inhaltlich jedenfalls weiß die Geschichte sehr zu gefallen! Es ist spannend, man will wissen, wie es weitergeht, und es liest sich schnell und gut. Sprachlich ist es flüssig zu lesen, manch eine Figur wird auch durch die sprachlich-stilistische Darstellung ihrer Gedanken logisch charakterisiert. Die Methode der doppelten Perspektiven auf eine Szene, die der Autor nutzt, ist an vielen Stellen sehr interessant und erzeugt Spannung, bisweilen wirkt es aber auch inhaltlich zu redundant.
Die Charaktere, die die Leser des ersten Romans über Jack the Ripper bereits kennen, sind gut gezeichnet und ihr Handeln ist nachvollziehbar. Zunächst habe ich eine längere Passage (Sir Patrick in Paris) als recht überflüssig empfunden. Aber im Nachhinein empfinde ich sie für die Charakterisierung der Figuren, v.a. von Berger, wichtig, gerade wenn man ihn nicht aus dem ersten Buch kennt.
Einige Details allerdings fühlen sich im Nachhinein nicht ganz stimmig an, da durch die Erzählgestaltung (meist auktorial / Er-Form) und die Perspektivwechsel eigentlich alle Absichten bzw. Gedanken der Figuren klar sein sein müssten, was aber natürlich die Spannung völlig herausnehmen würde. So kam das Ende überraschend - und es ist gelungen.
Auch die knappe historische Einordnung am Ende ist interessant.
Insgesamt kann man sagen, dass die Story, die Figuren, die Sprache und das Setting Freude machen, gerade auch, wenn man sich vielleicht für die Zeit oder True Crime interessiert. Erzähltechnisch hat es mir persönlich an einigen wenigen Stellen nicht ganz gefallen.