Kopflos durch London

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janps Avatar

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London, 1889: Kaum ist Jack the Ripper von der Bildfläche verschwunden, werden nach und nach vier Leichen ohne Kopf gefunden. Die Polizei tappt im Dunkeln, und Gesellschaftsdame Irene Adams und Leibwächter William Berger ermitteln auf eigene Faust.
Thorsten Schleif ist im Hauptberuf Richter, und das merkt man angenehm. Er erzählt nüchtern und genau, nie reißerisch. Die Morde gab es tatsächlich, und das Buch nutzt die Lücken der Geschichte, statt so zu tun, als hätte der Autor ein hundertjähriges Rätsel gelöst. Das ist ehrlich und macht die Sache spannender als jede Behauptung es könnte.
Besonders gut gefallen hat mir das London dieser Zeit: dreckig, eng, neblig und voller Menschen, die lieber nichts gesehen haben wollen. Man liest mit dem leisen Unbehagen, dass es damals wirklich so gewesen sein könnte. Das Tempo bleibt hoch, ohne dass die Recherche zur Geschichtsstunde wird.
Wer Serienmörder-Thriller mag und dabei gern auch etwas lernt, ist hier perfekt aufgehoben!