Kopflose Leichen und die Suche nach dem Täter
Auch wenn ich True Crime Krimis üblicherweise nicht mag, habe ich doch nach der Leseprobe zu Thorsten Schleifs „Four Heads Missing“ gegriffen, da ich seit langer Zeit ein besonderes Faible für die englische Metropole und deren, auch kriminelle Historie, habe.
Ich wurde nicht enttäuscht, denn der Autor schafft es, diesen auf den ersten Blick doch sehr grausigen Fall mit der nötigen Distanz zu schildern, sowie durch den fiktionalen Anteil (d.h. die Beteiligung von William Berger und Irene Adams an den Ermittlungen) dem Ganzen dann doch etwas die Schwere zu nehmen.
Schleif gelingt es sehr gut, das historische Setting mit all seinen Schattenseiten anschaulich zu beschreiben, ganz gleich, ob das nun spezielle Orte in London z.B. das Embankment (Themse-Ufer) oder die Lebensumstände der Ärmsten sind. Er verzichtet auf übermäßiges psychologisieren, konzentriert sich auf die Ermittlungsarbeit und baut kontinuierlich Spannung durch die eingeschobenen Kapitel aus Tätersicht auf. Die Auflösung des Falls entwickelt sich logisch, bringt aber am Ende dann doch noch einen ganz besonderen Twist.
Hilfreich ist das Personenregister zu Beginn des Buches und was Stil und Sprache angeht, gibt es aus meiner Sicht auch nur einen Punkt, der mich mit zunehmendem Lesen gestört hat, nämlich die schon fast inflationäre Verwendung des Wortes „Leibwächter“ für William Berger. Das geht besser.
Alles in allem ein spannender Kriminalfall aus der viktorianischen Londoner Vergangenheit, den ich fast ohne Unterbrechung in einem Rutsch gelesen habe.
Ich wurde nicht enttäuscht, denn der Autor schafft es, diesen auf den ersten Blick doch sehr grausigen Fall mit der nötigen Distanz zu schildern, sowie durch den fiktionalen Anteil (d.h. die Beteiligung von William Berger und Irene Adams an den Ermittlungen) dem Ganzen dann doch etwas die Schwere zu nehmen.
Schleif gelingt es sehr gut, das historische Setting mit all seinen Schattenseiten anschaulich zu beschreiben, ganz gleich, ob das nun spezielle Orte in London z.B. das Embankment (Themse-Ufer) oder die Lebensumstände der Ärmsten sind. Er verzichtet auf übermäßiges psychologisieren, konzentriert sich auf die Ermittlungsarbeit und baut kontinuierlich Spannung durch die eingeschobenen Kapitel aus Tätersicht auf. Die Auflösung des Falls entwickelt sich logisch, bringt aber am Ende dann doch noch einen ganz besonderen Twist.
Hilfreich ist das Personenregister zu Beginn des Buches und was Stil und Sprache angeht, gibt es aus meiner Sicht auch nur einen Punkt, der mich mit zunehmendem Lesen gestört hat, nämlich die schon fast inflationäre Verwendung des Wortes „Leibwächter“ für William Berger. Das geht besser.
Alles in allem ein spannender Kriminalfall aus der viktorianischen Londoner Vergangenheit, den ich fast ohne Unterbrechung in einem Rutsch gelesen habe.