Londons dunkle Seite
Thorsten Schleif verarbeitet eine reale Mordserie aus den Jahren 1887 bis 1889, die in London stattgefunden hat, zu einem fiktiven Krimi. Da die Morde nie aufgeklärt wurden, kreiert er seine eigene Idee, wie es gewesen sein könnte. Mir hat sehr gut gefallen, das einige Kapitel aus der Sicht des Mörders geschrieben sind, ohne seine Identität zu verraten. Die beiden ermittelnden Hauptpersonen William Berger (Leibwächter und ehemaliger Polizeibeamter) und die Edelprostituierte Irene Adams sind sympathisch und ergänzen sich gut. Sie haben schon in Schleifs Buch über Jack the Ripper zusammengearbeitet, aber es ist nicht notwendig den Vorgängerband gelesen zu haben, um dieses Buch zu verstehen. Man taucht mit den beidenEermittlern in die düstere Zeit des neunzehnten Jahrhunderts ein, daher finde ich das Cover sehr passend.