misslungene Zeitreise

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aurelia23 Avatar

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Der Thriller der im viktorianischen London handelt, klang vielversprechend aber konnte mich doch leider nicht überzeugen.
Die Charaktere sind ziemlich stereotyp und weisen wenig Verhaltensweisen und Eigenschaften auf die es dem Leser einfach machen würden sich mit ihnen zu identifizieren. Was motiviert ihr Handeln? Oft schwer zu sagen. Vielleicht würde es helfen den vorangegangenen Band gelesen zu haben?! Möglich.
Die Handlung basiert auf wahren Gegebenheiten aber war mir zu viel auf zu wenig Seiten - es liest sich alles flott und atemlos aber damit taucht man auch nie wirklich ein sondern nimmt bei der Lektüre der kurzen Kapitel nur Geschehnisse zur Kenntnis.
Hatte das Gefühl mit modernen Menschen zu tun zu haben die ständig in Droschken quer durch London eilen, es entstand für mich kein authentisches Bild der Zeit.
Irene als mitermittelnde "love interest" von Will Berger wirkt konstruiert, Berger selbst als allzeit Bereiter Leibwächter "too good to be true".
Sprachlich wiederholen ich min. 2 Beschreibungen sehr kurz hintereinander im Text (der Keller groß wie ein Rugbyfeld, die Fangarme einer Gottesanbeterin - kannte man diese als Mensch 1839 in London überhaupt schon?!?).
Insgesamt also leider nichts für mich.