Spannend und voller Atmosphäre
Von „Jack the Ripper“ haben die meisten Menschen schon mal gehört. Aber wer weiß hierzulande schon, dass es zur gleichen Zeit in London ähnlich brutale Frauenmorde gab? Nur die Tatsache, dass die Vorgehensweise des Täters eine andere war, ließ die Ermittler damals vermuten, dass es sich nicht um denselben Mörder handelt. Aber die Identität dieses Mannes, der vier Frauen nach ihrer Ermordung die Köpfe abschnitt, wurde ebenso wenig aufgeklärt wie die des Rippers.
Thorsten Schleif hat diese wahren Verbrechen zu zwei spannenden Kriminalromanen verarbeitet: 2025 zu „Killing red Jack“ und jetzt zu „Four heads missing“. In beiden Fällen bringt sein fiktiver Protagonist William Berger – anders als die damaligen Ermittler von Scotland Yard - die Serienmörder zur Strecke. Allerdings hat der Personenschützer auch Irene Adams an seiner Seite, eine kluge „Begleitdame“ für die höheren Kreise, deren Unterstützung nicht zu unterschätzen ist.
Wieder hat er Autor in akribischer Kleinarbeit Presseartikel, Zeugenaussagen und Obduktionsberichte ausgewertet und das Ganze mit eigenen Ideen zu einem spannenden Roman verarbeitet. Gelegentliche Längen macht Schleif durch die flüssige Schreibweise und eine atmosphärische Schilderung des viktorianischen London wieder Wett. Sehr hilfreich fand ich das vorangestellte Personenverzeichnis und den Stadtplan Londons aus dem Jahr 1889 mit den Fundorten der kopflosen Frauenleichen.
Nicht gefallen haben mir dagegen die eingestreuten Kapitel mit den Gedanken des Täters. Ich mag es nicht, wenn mein Lesefluss durch die wirren Phantastereien eines Serienmörders unterbrochen wird. Dass nur ein Geisteskranker vier Frauen umbringt und ihnen die Köpfe abschneidet, kann ich mir auch so denken. Viel lieber sind mir Thriller und Krimis, in denen ausschließlich die Vorgehensweise und Schlussfolgerungen der Ermittler die Geschichte vorantreiben. Aber das ist eine ganz persönliche Abneigung und muss nicht für alle gelten.
Thorsten Schleif hat diese wahren Verbrechen zu zwei spannenden Kriminalromanen verarbeitet: 2025 zu „Killing red Jack“ und jetzt zu „Four heads missing“. In beiden Fällen bringt sein fiktiver Protagonist William Berger – anders als die damaligen Ermittler von Scotland Yard - die Serienmörder zur Strecke. Allerdings hat der Personenschützer auch Irene Adams an seiner Seite, eine kluge „Begleitdame“ für die höheren Kreise, deren Unterstützung nicht zu unterschätzen ist.
Wieder hat er Autor in akribischer Kleinarbeit Presseartikel, Zeugenaussagen und Obduktionsberichte ausgewertet und das Ganze mit eigenen Ideen zu einem spannenden Roman verarbeitet. Gelegentliche Längen macht Schleif durch die flüssige Schreibweise und eine atmosphärische Schilderung des viktorianischen London wieder Wett. Sehr hilfreich fand ich das vorangestellte Personenverzeichnis und den Stadtplan Londons aus dem Jahr 1889 mit den Fundorten der kopflosen Frauenleichen.
Nicht gefallen haben mir dagegen die eingestreuten Kapitel mit den Gedanken des Täters. Ich mag es nicht, wenn mein Lesefluss durch die wirren Phantastereien eines Serienmörders unterbrochen wird. Dass nur ein Geisteskranker vier Frauen umbringt und ihnen die Köpfe abschneidet, kann ich mir auch so denken. Viel lieber sind mir Thriller und Krimis, in denen ausschließlich die Vorgehensweise und Schlussfolgerungen der Ermittler die Geschichte vorantreiben. Aber das ist eine ganz persönliche Abneigung und muss nicht für alle gelten.