Vierfachmord an der Themse

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celtictree Avatar

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Spannender historischer Krimi im viktorianischen London mit kleinen Makeln.
​Da ich sehr gerne Krimis mit historischem Hintergrund lese, habe ich mich für dieses Buch beworben. Es handelt sich um den zweiten Band rund um das Ermittlerpaar Will und Irene.
​Die Handlung führt ins viktorianische London: An vier verschiedenen Plätzen an der Themse werden die Torsos von vier weiblichen Leichen entdeckt. Da Scotland Yard im Dunkeln tappt, werden Irene – eine Gesellschafterin in höheren Kreisen – und William – Personenschützer mit militärischer Vergangenheit und deutsch-englischen Wurzeln – in die Ermittlungen hinzugezogen. Besonders spannend: Der Fall beruht laut dem deutschen Autor auf einer wahren Begebenheit.
​Das Buch liest sich flüssig und die Charaktere sind größtenteils nachvollziehbar gestaltet. Wohin die Reise bei der Aufklärung führt, war nicht sofort ersichtlich, auch wenn meine ersten Vermutungen nicht ganz falsch lagen. Da mir beim Lesen historischer Romane der Lerneffekt sehr wichtig ist, habe ich mich besonders darüber gefreut, wieder Neues über die damalige Zeit zu erfahren.
​Abzüge gibt es für die Rechtschreibfehler, die vor allem im Mittelteil immer wieder auffielen. Zudem frage ich mich gelegentlich, warum deutsche Autoren ihre Fälle so häufig in London ansiedeln – auch wenn das viktorianische London im Schatten von Jack the Ripper natürlich eine dankbare Kulisse bietet.
Für Folgebände würde ich mir allerdings wünschen, dass die Serie vielleicht einmal Schauplätze wie in Bath oder York spielt.
​Fazit: Eine gelungene Fortsetzung für Fans historischer Kriminalromane mit kleineren Abzügen bei der Korrektur.