Eher platter Einstieg

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herbstwindtraum Avatar

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Der Einstieg in diesen Roman gestaltet sich inhaltlich durchaus effektiv, da er gleichermaßen in das Milieu einführt und notwendige Hintergrundinformationen liefert. Er etabliert die nüchterne, bisweilen harte Welt eines Nagelstudios, skizziert das Prinzip der austauschbaren „Susans“ und vermittelt über die Rückblenden der namenlosen Besitzerin – einer ehemaligen Boxerin – direkt die wichtigsten Eckdaten ihrer Biografie. Sprachlich und stilistisch wirkt dieser Auftakt allerdings streckenweise etwas platt. Die Aneinanderreihung sehr kurzer, schlichter Hauptsätze („Ich bin allein, weil ich es so will.“ oder „Es ist Mitte August.“) soll vermutlich eine pragmatische, abgeklärte Atmosphäre erzeugen, driftet dabei jedoch schnell in eine monotone Trivialität ab. Auch die inneren Monologe und Metaphern – wie der Deckenriss, der an Spliss erinnert, oder die Hitze, die sich anfühlt „wie in einem Mund“ – wirken sprachlich wenig elegant und bemüht. Der Einstieg erfüllt somit zwar seinen Zweck, informierend und narrativ das Setting abzustecken, bleibt auf literarischer Ebene aber enttäuschend simpel.