Nagelstudio, Wut, harte Realität.

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fönbo Avatar

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Die Leseprobe von Souvankham Thammavongsas "Frag nach Susan" überzeugt durch eine ungeschönte Darstellung des Alltags in einem Nagelstudio, in dem alle Mitarbeiterinnen den Namen "Susan" tragen.

Der direkte Blick auf die Protagonistin Ning, eine ehemalige Boxerin, hebt die beklemmende Realität hervor, in der die Kundschaft asiatische Namen nicht unterscheidet.

Ein dynamischer, moderner Schreibstil verbindet die ernste Thematik mit bissigem Witz und vermittelt intensiv die angespannte Atmosphäre zwischen den Behandlungen.

Die ersten Seiten sezieren unterschwellig Wut, geheime Sehnsüchte und die Herabwürdigungen durch privilegierte Kunden ohne falsches Mitleid. In diesem Mikrokosmos offenbart sich durch Nings Beobachtungen eine starke gesellschaftliche Sprengkraft, die Fragen nach Würde und Identität aufwirft. Die Monotonie des Arbeitsalltags betont den Identitätsverlust, während feiner Humor die Szenerie auflockert.

Der Einstieg weckt Interesse am weiteren Schicksal der Figuren und der Abrechnung in dieser Szenerie.