Skurril und lakonische Alltagsbetrachtungen
Die Erzählerin berichtet mit schonungslos nüchterner, abgeklärter Stimme von ihrer Welt, umgeben von „den Susans“, so nennt sie alle Mitarbeitenden in ihrem Nagelstudio. Sie bleibt äußerlich distanziert und seziert doch jede Regung ihrer Umgebung mit präzisem Blick. Besonders faszinierend ist das Setting des Nagelstudios, in dem unterschiedlichste Menschen mitsamt ihren Biografien aufeinandertreffen und für kurze Zeit denselben Raum teilen. Eine Leseprobe, die mich sofort in ihren Sog gezogen hat.