Besser als gedacht

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bankster Avatar

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Bei „Frag nach Susan“ hatte ich zunächst eine ganz andere Geschichte erwartet. Das auffällige Cover wirkt fröhlich und leicht, doch der Roman beschäftigt sich mit deutlich ernsteren Fragen. Die Handlung führt in den Alltag eines Nagelstudios und zeigt die Menschen dahinter mit all ihren Eigenheiten, Sorgen und Träumen.

Besonders Ning ist mir im Gedächtnis geblieben. Sie wirkt zunächst kalt und unnahbar, beobachtet ihre Umgebung aber sehr genau. Gerade durch ihre Gedanken bekommt man einen interessanten Einblick in die Lebenswelt der Figuren. Gleichzeitig schafft es die Autorin, schwierige Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Abhängigkeiten einzubauen, ohne dass die Geschichte schwerfällig wird.

Für Auflockerung sorgen immer wieder humorvolle und teilweise ziemlich bissige Situationen. Dadurch hatte das Buch trotz seiner ernsten Seiten eine angenehme Leichtigkeit. Auch die kurzen Kapitel und die direkte Sprache haben mir gefallen.

Insgesamt ist „Frag nach Susan“ eine ungewöhnliche Lektüre, die mich vor allem durch ihre besondere Hauptfigur und die Mischung aus Humor und gesellschaftlichen Themen überzeugt hat.