Bittere Kost
Haben Sie manchmal auch das Gefühl, dass die Mädchen aus dem Nagelstudio hinter Ihrem Rücken über Sie sprechen? Dann liegen Sie richtig. Die machen das nämlich und das nicht hinter Ihrem Rücken oder erst wenn Sie weg sind, sondern direkt vor ihrer Nase. Wir verstehen ja deren Sprache nicht und sie tarnen dann einfach ihre Stimmlage so, als ob es um was Geschäftliches oder ein Kompliment gehen würde. Und wenn man nachfragt, über was sie denn gerade sprechen, wird einem frech ins Gesicht gelogen was für eine tolle Farbe man sich doch ausgesucht oder was für schöne Hände man hat…
Susan war früher Boxerin, dafür ist man aber bald zu alt, also fing sie in einem Nagelstudio an zu arbeiten unter einer cholerischen Chefin und bekam bald darauf ihren eigen kleinen Laden.
Sie und auch die anderen Susans sind zynisch, oft auch ziemlich derb, widerlich und verächtlich.
Susan lebt alleine, ist vom Leben frustriert, wütend, vermeidet Körperkontakt und nennt alle ihre Mitarbeiterinnen Susan. Das ist einfacher auszusprechen und zu merken. Sie wünscht sich nichts, geht nicht mit den anderen in der Mittagspause was essen, hält Abstand, sagt nie Danke.
Ein Tag in diesem Nagelstudio wird beschrieben, wer was macht und sagt und was Susan (also die Hauptperson) denkt, welche Leute vorbeikommen und was die Mädchen von denen erfahren oder deuten.
Hat mir das Buch gefallen? Ich weiß es nicht. Es ist ein treffende Milieustudie aber es hat keinen Hauch von Sympathie, Freude, Mitgefühl oder Hoffnung. In der heutigen Zeit will ich so was eigentlich nicht lesen…
Susan war früher Boxerin, dafür ist man aber bald zu alt, also fing sie in einem Nagelstudio an zu arbeiten unter einer cholerischen Chefin und bekam bald darauf ihren eigen kleinen Laden.
Sie und auch die anderen Susans sind zynisch, oft auch ziemlich derb, widerlich und verächtlich.
Susan lebt alleine, ist vom Leben frustriert, wütend, vermeidet Körperkontakt und nennt alle ihre Mitarbeiterinnen Susan. Das ist einfacher auszusprechen und zu merken. Sie wünscht sich nichts, geht nicht mit den anderen in der Mittagspause was essen, hält Abstand, sagt nie Danke.
Ein Tag in diesem Nagelstudio wird beschrieben, wer was macht und sagt und was Susan (also die Hauptperson) denkt, welche Leute vorbeikommen und was die Mädchen von denen erfahren oder deuten.
Hat mir das Buch gefallen? Ich weiß es nicht. Es ist ein treffende Milieustudie aber es hat keinen Hauch von Sympathie, Freude, Mitgefühl oder Hoffnung. In der heutigen Zeit will ich so was eigentlich nicht lesen…