Ein Tag im Leben einer unsichtbaren, aber vielschichtigen Protagonistin
Wie fühlt es sich an, für die andere Menschen unsichtbar und austauschbar zu sein, während sie gleichzeitig deine Dienstleistungen in Anspruch nehmen? Das erzählt Souvankham Thammavongsa eindrücklich in ihrem großartigen Debutroman "Frag nach Susan". Aus der Perspektive der Ich-Erzählerin Ning erleben wir einen Tag in Nings Schönheitssalon vom Öffnen bis zum Feierabend.
Als Besitzerin achtet die Protagonistin streng darauf, die Erwartungen - und damit die Klischees - der Kundschaft zu erfüllen. Alle Mitarbeiterinnen heißen für die Kundschaft "Susan", weil ihre eigentlichen asiatischen Namen zu fremd wären. Die faken einen übertriebenen asiatischen Akzent, obwohl alle Mitarbeiterinnen anscheinend Englisch als Muttersprache oder mindestens auf hohem Niveau sprechen. Zudem tragen den gleichen Haarschnitt, um möglichst zu einer Einheit zu verschmelzen. Als eine der Angestellten längere Haare als die ihrer Kolleginnen hat, schneidet Ning sie ihr kurzerhand und ohne deren Zustimmung einfach ab.
Der Umgangston ist rau, besonders die Protagonistin hat sich nach vielen schlechten Lebenserfahrungen eine harte Schale aufgebaut und versucht, niemanden an sich ranzulassen. Die wenigen Momente, in denen man die Zuneigung zu den anderen "Susans" oder emotionale Regungen spürt, wirken daher umso stärker. Dazu passen die nüchterne, direkte Sprache und der bissige Humor.
Als Besitzerin achtet die Protagonistin streng darauf, die Erwartungen - und damit die Klischees - der Kundschaft zu erfüllen. Alle Mitarbeiterinnen heißen für die Kundschaft "Susan", weil ihre eigentlichen asiatischen Namen zu fremd wären. Die faken einen übertriebenen asiatischen Akzent, obwohl alle Mitarbeiterinnen anscheinend Englisch als Muttersprache oder mindestens auf hohem Niveau sprechen. Zudem tragen den gleichen Haarschnitt, um möglichst zu einer Einheit zu verschmelzen. Als eine der Angestellten längere Haare als die ihrer Kolleginnen hat, schneidet Ning sie ihr kurzerhand und ohne deren Zustimmung einfach ab.
Der Umgangston ist rau, besonders die Protagonistin hat sich nach vielen schlechten Lebenserfahrungen eine harte Schale aufgebaut und versucht, niemanden an sich ranzulassen. Die wenigen Momente, in denen man die Zuneigung zu den anderen "Susans" oder emotionale Regungen spürt, wirken daher umso stärker. Dazu passen die nüchterne, direkte Sprache und der bissige Humor.