Ein Tag im Nagelstudio

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Der Roman "Frag nach Susan" von Souvankham Thammavongsa erschien am 12. August 2026 im Aufbau Verlag. Auf 207 Seiten erleben wir einen Arbeitstag in einem Nagelstudio, in dem alle Mitarbeiterinnen Susan heißen und identisch aussehen.

Die Eigentümerin des Studios war früher Boxerin, musste ihre Karriere jedoch frühzeitig beenden. Ihren Willen, sich durchzusetzen und sich von Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen, hat sie sich bis heute bewahrt. Im Nagelstudio legt sie großen Wert darauf, dass die Kunden nicht zu lange bleiben, damit möglichst viele Termine an einem Tag stattfinden können.

Diese Hektik spiegelt sich auch im Schreibstil wider. Die Sätze sind kurz und teilweise sehr abgehackt, was mir persönlich nicht besonders gut gefallen hat. Dadurch konnte ich mich nicht richtig in die Handlung hineinfinden.

Insgesamt konnte mich der Roman leider nicht überzeugen. Gesellschaftskritische Aspekte sind durchaus vorhanden, etwa die niedrige Bezahlung der Angestellten oder der Konkurrenzdruck, der zu immer niedrigeren Preisen führt. Für meinen Geschmack hätten diese Themen jedoch stärker ausgearbeitet werden dürfen.