Ein Tag im Nagelstudio

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lenna Avatar

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Einen ganzen Tag in einem Nagelstudio zu verbringen, machen wahrscheinlich die wenigsten Menschen und wollen dies wahrscheinlich auch gar nicht. Über einen ganzen Tag im Nagelstudio zu lesen, wirkt auf den ersten Blick vielleicht genauso wenig anziehend. "Frag nach Susan" beweist jedoch, dass es sich definitiv lohnt, über einen Tag im Nagelstudio zu lesen! Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, sodass man auch gut zwischen durch eine kleine Pause machen kann. Zudem begleitet man die Hauptfigur durch ihren Tag hindurch und blickt hinter die Kulissen, lernt die Abläufe kennen. Ich fand es total faszinierend diese Einblicke zu bekommen. Neben den offensichtlichen Vorgängen vor Ort, wird jedoch auch der Blick auf die Kunden geschildert. Kunden, die scheinbar alles von sich preis geben, da ihr Gegenüber im Nagelstudio anonym und unscheinbar bleibt. Das hat mich irgendwie fasziniert. Hinzu kam, dass der Zustand von Händen, Füßen und Gesicht anscheindend viel über die Person und ihr Leben verrät.
Trotz der intensiven Auseinandersetzung mit dem Alltag im Nagelstudio der Hauptfigur hatte ich nicht das Gefühl diese richtig kennenzulernen. Sie bleibt in vielen Dingen auf Distanz und zwar nicht nur zu den anderen Figuren, sondern auch zur Leserin. Lange wird ihr Name auch nicht verraten, weswegen ich es auch hier nicht tue. Vielleicht gehört diese Distanz mit zum Buch, da auch die Distanz zwischen Nagelstudiomitarbeiterin und den Kunden immer gewahrt bleibt. Ich bin auf jeden Fall nach wie vor gebannt und fasziniert über dieses Buch.