Gesellschaftskritik vom Feinsten. Susan everywhere!
Ning, 42 Jahre, betreibt ein Nagelstudio. Zehn Dollar, rein, raus. Leidenschaft? Fehlanzeige. Die ehemalige Boxerin ist eine knallharte Geschäftsfrau und hat ihr eigenes System geschaffen: Für die Kundschaft heißen sie und ihre Mitarbeiterinnen kurzerhand alle Susan. Einheitslook inklusive. Denn wenn die Kundinnen sich ohnehin weder Namen noch Gesichter merken können, braucht es schließlich auch keine Individualität.
Die Susans bringen Ning das Geld, dafür ertragen sie den Tratsch, die Erwartungen und so manche Herablassung der Kunden. Doch während Ning gebeugt über deren Händen und Füßen sitzt, ist sie im Studio diejenige, die das Sagen hat. Hier gehört die Macht ihr. Und genau dieses Spannungsfeld fand ich unglaublich interessant.
Der direkte und souveräne Schreibstil von Souvankham Thammavongsa hat mir wahnsinnig gut gefallen. Mit einem feinen Gespür für Zwischentöne beobachtet sie ihre Figuren, formuliert zynisch, trocken und herrlich ungeschönt. Dabei gelingt ihr eine Gesellschaftskritik, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, sondern sich ganz selbstverständlich in den Alltag einschleicht. Herkunft, Identität und sozialer Status bestimmen, wie Menschen gesehen und behandelt werden.
Und dann wäre da noch das Lästern. Lästern de luxe! So bissig, pointiert und unterhaltsam, dass ich vermutlich nie wieder völlig unbefangen in einem Nagelstudio sitzen werde, wenn sich die Angestellten in einer Sprache unterhalten, die ich nicht verstehe.
Ein kluger, zynischer und ausgesprochen unterhaltsamer Roman, der mich bestens unterhalten und gleichzeitig ordentlich zum Nachdenken gebracht hat. Bissig, pointiert und herrlich ungeschönt.
Die Susans bringen Ning das Geld, dafür ertragen sie den Tratsch, die Erwartungen und so manche Herablassung der Kunden. Doch während Ning gebeugt über deren Händen und Füßen sitzt, ist sie im Studio diejenige, die das Sagen hat. Hier gehört die Macht ihr. Und genau dieses Spannungsfeld fand ich unglaublich interessant.
Der direkte und souveräne Schreibstil von Souvankham Thammavongsa hat mir wahnsinnig gut gefallen. Mit einem feinen Gespür für Zwischentöne beobachtet sie ihre Figuren, formuliert zynisch, trocken und herrlich ungeschönt. Dabei gelingt ihr eine Gesellschaftskritik, die nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommt, sondern sich ganz selbstverständlich in den Alltag einschleicht. Herkunft, Identität und sozialer Status bestimmen, wie Menschen gesehen und behandelt werden.
Und dann wäre da noch das Lästern. Lästern de luxe! So bissig, pointiert und unterhaltsam, dass ich vermutlich nie wieder völlig unbefangen in einem Nagelstudio sitzen werde, wenn sich die Angestellten in einer Sprache unterhalten, die ich nicht verstehe.
Ein kluger, zynischer und ausgesprochen unterhaltsamer Roman, der mich bestens unterhalten und gleichzeitig ordentlich zum Nachdenken gebracht hat. Bissig, pointiert und herrlich ungeschönt.