Humorvoll und gesellschaftskritisch
Das Cover von Frag nach Susan hat mich neugierig gemacht und passt gut zu der ungewöhnlichen Geschichte. Auch der Titel ist interessant, weil man sich zunächst fragt, wer Susan eigentlich ist und warum man ausgerechnet nach ihr fragen soll. Hinter dieser einfachen Frage verbirgt sich eine Geschichte, die auf humorvolle, aber auch nachdenklich stimmende Weise gesellschaftliche Vorurteile und den Umgang mit Menschen beleuchtet.
Im Mittelpunkt steht Ning, eine ehemalige Boxerin, die inzwischen ein Nagelstudio betreibt. Dort tragen alle Mitarbeiterinnen denselben Namen: Susan. Sie sollen außerdem möglichst gleich aussehen. Was zunächst absurd und amüsant wirkt, wirft schnell Fragen nach Identität, Anpassung und der Wahrnehmung von Menschen auf. Besonders interessant fand ich, wie die Autorin zeigt, dass Menschen im Arbeitsalltag oft auf bestimmte Rollen reduziert werden und wie unterschiedlich die Machtverhältnisse zwischen Kundschaft und Angestellten sein können.
Der Schreibstil ist direkt, nüchtern und gleichzeitig von bissigem Humor geprägt. Die Geschichte kommt ohne unnötig komplizierte Formulierungen aus und lässt sich angenehm lesen. Dabei muss nicht alles ausführlich erklärt werden. Vieles erschließt sich durch kleine Beobachtungen und Dialoge, wodurch man als Leser selbst über die Bedeutung bestimmter Situationen nachdenken kann. Gerade diese zurückhaltende Erzählweise fand ich gelungen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Handlung gewünscht hätte.
Ning ist eine besondere Hauptfigur. Sie wirkt selbstbewusst, schlagfertig und manchmal ziemlich kühl. Nicht immer waren ihre Entscheidungen für mich nachvollziehbar, und auch ihr Umgang mit anderen Menschen macht es nicht unbedingt leicht, sie sofort sympathisch zu finden. Genau das macht sie aber interessant, denn sie ist keine perfekte Heldin. Die anderen Figuren ergänzen das Bild des Nagelstudios und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit ihren Lebensumständen umgehen.
Besonders gefallen hat mir, dass das Buch ernste Themen wie Ausgrenzung, Rassismus und gesellschaftliche Unterschiede behandelt, ohne dabei auf eine belehrende Weise zu wirken. Der Humor lockert die Geschichte auf, während zwischen den Zeilen viel Kritik an der Gesellschaft steckt. Allerdings sollte man keinen Roman erwarten, in dem ständig große Ereignisse passieren. Die Handlung konzentriert sich auf einen überschaubaren Zeitraum und lebt vor allem von den Beobachtungen und Gedanken der Erzählerin.
Im Mittelpunkt steht Ning, eine ehemalige Boxerin, die inzwischen ein Nagelstudio betreibt. Dort tragen alle Mitarbeiterinnen denselben Namen: Susan. Sie sollen außerdem möglichst gleich aussehen. Was zunächst absurd und amüsant wirkt, wirft schnell Fragen nach Identität, Anpassung und der Wahrnehmung von Menschen auf. Besonders interessant fand ich, wie die Autorin zeigt, dass Menschen im Arbeitsalltag oft auf bestimmte Rollen reduziert werden und wie unterschiedlich die Machtverhältnisse zwischen Kundschaft und Angestellten sein können.
Der Schreibstil ist direkt, nüchtern und gleichzeitig von bissigem Humor geprägt. Die Geschichte kommt ohne unnötig komplizierte Formulierungen aus und lässt sich angenehm lesen. Dabei muss nicht alles ausführlich erklärt werden. Vieles erschließt sich durch kleine Beobachtungen und Dialoge, wodurch man als Leser selbst über die Bedeutung bestimmter Situationen nachdenken kann. Gerade diese zurückhaltende Erzählweise fand ich gelungen, auch wenn ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe in der Handlung gewünscht hätte.
Ning ist eine besondere Hauptfigur. Sie wirkt selbstbewusst, schlagfertig und manchmal ziemlich kühl. Nicht immer waren ihre Entscheidungen für mich nachvollziehbar, und auch ihr Umgang mit anderen Menschen macht es nicht unbedingt leicht, sie sofort sympathisch zu finden. Genau das macht sie aber interessant, denn sie ist keine perfekte Heldin. Die anderen Figuren ergänzen das Bild des Nagelstudios und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit ihren Lebensumständen umgehen.
Besonders gefallen hat mir, dass das Buch ernste Themen wie Ausgrenzung, Rassismus und gesellschaftliche Unterschiede behandelt, ohne dabei auf eine belehrende Weise zu wirken. Der Humor lockert die Geschichte auf, während zwischen den Zeilen viel Kritik an der Gesellschaft steckt. Allerdings sollte man keinen Roman erwarten, in dem ständig große Ereignisse passieren. Die Handlung konzentriert sich auf einen überschaubaren Zeitraum und lebt vor allem von den Beobachtungen und Gedanken der Erzählerin.