Interessant begonnen, immer mehr abgeflacht
"Frag nach Susan" von Souvankham Thammavongsa ist ein Roman über "Susan" bzw. Ning, die früher Boxerin war, danach begann in einem Nagelstudio zu arbeiten. Als sie da rausgeworfen wurde, hat sie ihr eigenes Nagel- und Kosmetikstudio eröffnet und beschlossen, ihre Mitarbeiterinnen besser zu behandeln als es ihr in dem anderen Studio erging. Sie ist ein recht einsamer Mensch, sie wohnt in einer Wohnung über ihrem Studio und bewegt sich nur in diesem Bereich, die einzigen Menschen, mit denen sie zu tun hat, sind ihre Mitarbeiterinnen und Kundinnen und Kunden. Mit letzteren redet sie aber nur notgedrungen, eigentlich interessiert sie sich gar nicht für ihre Lebensgeschichten und macht sich mit den Mitarbeiterinnen in ihrer gemeinsamen Muttersprache über sie lustig. Das ist auf Dauer etwas anstrengend zu lesen.
----- Der folgende Teil enthält Spoiler -----
Nach der Leseprobe dachte ich noch, dass es einen spannenden Twist in der Geschichte gibt, dass sie ihre andere Sprache und ihr gleiches, anonymes Aussehen dazu verwenden, Geheimnisse ihrer Kund*innen herauszufinden und sie gegen sie zu verwenden. Das war nicht der Fall.
Nach einigem Lesen hätte ich auch gehofft, dass erklärt wird, warum Ning so einsam und eigenbrötlerisch und zurückgezogen ist, wie sie ist und was in ihrer Vergangenheit passiert ist, dass sie das Boxen aufgeben musste, aber auf all das wird nur mit Andeutungen eingegangen und nichts wird wirklich erklärt. Natürlich hätte ich gehofft, dass sie einen Wandel und eine Entwicklung zum Besseren durchläuft. Dass sie eine Freundin in einer Mitarbeiterin findet und mal aus ihrem Schneckenhaus herauskommt, oder dass sie durch irgendein Erlebnis dazu kommt, zu verstehen, wie gemein es ist, dass sie sich über die Kund*innen lustig machen und damit aufhören. Aber es findet die ganze Zeit keinerlei Weiterentwicklung oder auch nur Veränderung statt.
----- Spoilerteil Ende -----
Das alles macht das Weiterlesen mühsam und am Ende des Buches ist man richtig enttäuscht.
Man begleitet die Figuren einen Arbeitstag lang im Nagelstudio und das war es - dann ist das Buch schon wieder zu Ende und man ist genau so schlau wie zuvor. Man hat höchstens ein bisschen Lebenszeit durchs Lesen verloren...
Ich würde das Buch niemandem empfehlen.
----- Der folgende Teil enthält Spoiler -----
Nach der Leseprobe dachte ich noch, dass es einen spannenden Twist in der Geschichte gibt, dass sie ihre andere Sprache und ihr gleiches, anonymes Aussehen dazu verwenden, Geheimnisse ihrer Kund*innen herauszufinden und sie gegen sie zu verwenden. Das war nicht der Fall.
Nach einigem Lesen hätte ich auch gehofft, dass erklärt wird, warum Ning so einsam und eigenbrötlerisch und zurückgezogen ist, wie sie ist und was in ihrer Vergangenheit passiert ist, dass sie das Boxen aufgeben musste, aber auf all das wird nur mit Andeutungen eingegangen und nichts wird wirklich erklärt. Natürlich hätte ich gehofft, dass sie einen Wandel und eine Entwicklung zum Besseren durchläuft. Dass sie eine Freundin in einer Mitarbeiterin findet und mal aus ihrem Schneckenhaus herauskommt, oder dass sie durch irgendein Erlebnis dazu kommt, zu verstehen, wie gemein es ist, dass sie sich über die Kund*innen lustig machen und damit aufhören. Aber es findet die ganze Zeit keinerlei Weiterentwicklung oder auch nur Veränderung statt.
----- Spoilerteil Ende -----
Das alles macht das Weiterlesen mühsam und am Ende des Buches ist man richtig enttäuscht.
Man begleitet die Figuren einen Arbeitstag lang im Nagelstudio und das war es - dann ist das Buch schon wieder zu Ende und man ist genau so schlau wie zuvor. Man hat höchstens ein bisschen Lebenszeit durchs Lesen verloren...
Ich würde das Buch niemandem empfehlen.