Nagellack, Vorurteile & Träume

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madamski Avatar

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Frag nach Susan ist ein eindrucksvoller und gleichzeitig sehr zugänglicher Roman. Schon das Cover passt gut zur Geschichte. Der Schreibstil ist leicht lesbar und anschaulich, sodass man schnell in die Handlung eintaucht.

Wir begleiten die Protagonistin durch einen einzigen Arbeitstag in einem Schönheitssalon, in dem Kundinnen ihre Füße oder Nägel machen lassen. Besonders interessant ist dabei, dass jede der Angestellten für die Kundinnen einfach „Susan“ heißt. Dadurch entsteht eine besondere Atmosphäre, in der die einzelnen Personen und ihre Geschichten beinahe miteinander verschwimmen.

Die Protagonistin selbst hat eine sehr verurteilende innere Stimme, gleichzeitig wird aber immer deutlicher, wie sensibel und verletzlich sie eigentlich ist. Im Laufe des Tages erfahren wir immer mehr über ihre Vergangenheit, ihre Erfahrungen und auch über ihre eigenen, teilweise unerfüllten Träume. Dadurch bekommt die zunächst alltägliche Handlung immer mehr Tiefe.

Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte zum Nachdenken anregt und viele Themen eher subtil vermittelt. Auch asiatische Stereotype und Vorurteile werden auf eine smarte und unaufdringliche Weise angesprochen, ohne dass es belehrend wirkt.

Insgesamt ist Frag nach Susan eine nachvollziehbare und nachdenklich stimmende Geschichte, die auf den ersten Blick von einem ganz gewöhnlichen Arbeitstag erzählt, dabei aber einen viel tieferen Einblick in das Leben und die Gedankenwelt ihrer Protagonistin gibt.