Namenlose Gesichter
Das sind sie oft für uns, die Damen in einem Beauty Salon oder einem Nagelstudio, Massage Tempel oder sonstigem Ladengeschäft zur äußeren Verschönerung. Wir kennen sie nicht, aber nutzen die Zeit für einen Austausch, anonym größtenteils, einseitig getrieben, während wir die Behandlung genießen, erleichtern wir gleichzeitig die Seele von all dem Ballast. Klingt nach einem Klischee? Damit beschäftigt sich Souvankham Thammavongsa in ihrem Debütroman.
„Frag nach Susan“ fasst all diese Gedanken in einem Tag in einem Nagelstudio zusammen- beginnt direkt damit, dass alle Mitarbeiterinnen Susan heißen- nicht wirklich, aber weil es so einfacher ist. Warum die Mühe mit den Namensschildern machen, wenn es sowieso niemanden interessiert. Die höchste Barriere ist ja bereits die Auswahl der Lackfarbe, die nie beim ersten Aufruf gelingt. So erlebt der Leser sehr kompakt, nüchtern, mit einem Hauch schwarzem Humor, einen Tag im Studio mit diversen Kundinnen und ist nah dran an ihren Geschichten und gleichzeitig so entfernt von den Mitarbeitern, denn ihre Geschichten spielen hinter den Kulissen und somit wiederum keine Rolle.
Der Roman liest sich sehr abgeklärt, distanziert und objektiv losgelöst, gar emotionslos. Ich kann die Susans vor meinem inneren Auge sehen, eine Welle der Gleichheit für die oberflächliche Kundschaft, die sich über die Behandlung hinaus für nichts weiter interessiert. Die Damen an sich hingegen pflegen einen regen Austausch, vorbei an dem Bewusstsein der Kundschaft. Der Blickwinkel ist wirklich spannend, dem Klischee einfach zu folgen, sich davon treiben zu lassen der größte Reiz. Eine etwas andere Lektüre, die eher durch einen distanzierten Blick besticht und die eigene Reflexion inwieweit ich selbst diese Denk- und Verhaltensweise an den Tag lege, ohne mir dessen bewusst zu sein. Speziell, eigen und besonders.
„Frag nach Susan“ fasst all diese Gedanken in einem Tag in einem Nagelstudio zusammen- beginnt direkt damit, dass alle Mitarbeiterinnen Susan heißen- nicht wirklich, aber weil es so einfacher ist. Warum die Mühe mit den Namensschildern machen, wenn es sowieso niemanden interessiert. Die höchste Barriere ist ja bereits die Auswahl der Lackfarbe, die nie beim ersten Aufruf gelingt. So erlebt der Leser sehr kompakt, nüchtern, mit einem Hauch schwarzem Humor, einen Tag im Studio mit diversen Kundinnen und ist nah dran an ihren Geschichten und gleichzeitig so entfernt von den Mitarbeitern, denn ihre Geschichten spielen hinter den Kulissen und somit wiederum keine Rolle.
Der Roman liest sich sehr abgeklärt, distanziert und objektiv losgelöst, gar emotionslos. Ich kann die Susans vor meinem inneren Auge sehen, eine Welle der Gleichheit für die oberflächliche Kundschaft, die sich über die Behandlung hinaus für nichts weiter interessiert. Die Damen an sich hingegen pflegen einen regen Austausch, vorbei an dem Bewusstsein der Kundschaft. Der Blickwinkel ist wirklich spannend, dem Klischee einfach zu folgen, sich davon treiben zu lassen der größte Reiz. Eine etwas andere Lektüre, die eher durch einen distanzierten Blick besticht und die eigene Reflexion inwieweit ich selbst diese Denk- und Verhaltensweise an den Tag lege, ohne mir dessen bewusst zu sein. Speziell, eigen und besonders.