Susan - die Boxerin

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adelheid von buch Avatar

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Schon den Titel und das Cover finde ich sehr originell. Auch der Text ist sehr besonders. Die Szenerie ist eigenwillig. Die Geschichte spielt sich in einem kleinen Nagelstudio ab. Dieser Ort scheint analog dem Boxring zu sein, in dem die Inhaberin Ning quasi aufgewachsen ist. Trainer und Eltern waren sehr ehrgeizig. Es gab nicht viel anderes im Leben von Ning. Sie ist sehr stark geprägt von dieser Box-Welt und ihren Regeln. Die teilweise sehr heftigen Erleblnisse kann sie nicht verdauen. Das Leben hat sie ernüchtert und pragmatisch gemacht. Immer wieder ist eine effektive Deckung ein Thema. Und so fungiert die Praxis, dass alle Mitarbeiterinnen fast gleich aussehen müssen und denselben Arbeitsnamen Susan bekommen als eine gute Tarnung. Auch dass die Muttersprache der Susans für die Kundinnen und Kunden nicht zugänglich ist, schafft eine Grenze zwischen den Welten der Kundinnen und Kunden und den Mitarbeiterinnen im Nagelstudio. Die Leute können zwar jederzeit in den Laden herein kommen, nicht aber in ihr Leben. Die oberflächlichen schnellen Begegnungen mit Menschen, die sich kurz mal einen Luxus gönnen, stehen auf der einen Seite. Auf der anderen stehen die Leben der Frauen, die auf wunderbare Weise einfühlsam und liebenswert sind.
Ich war sofort verliebt in dieses Buch. Die Sicht auf die Welt und die Menschen finde ich sehr spannend.