Traf leider nicht meinen Geschmack
Ein Tag im Nagelstudio, alle haben schwarze Kleidung an, schwarze Haare in gleicher Länge und tragen ein Namensschild, auf dem Susan steht. Die Frauen haben eine eigene Routine, nach außen hin erfüllen sie alle Klischees, aber in Wahrheit beobachten sie alles ganz genau. Tagein und tagaus, rein und raus, sie hören zu und geben selbst nichts preis.
»Wir nehmen keine Susan, die nicht unsere Sprache spricht. Früher war es anders. Wir hatten einmal eine, die nur Englisch konnte. Es war uns ein bisschen peinlich für sie. Ich meine, wie sollten wir mit ihr über Kunden lästern?« (Seite 58)
Die Inhaberin des Nagelstudios fungiert als Ich-Erzählerin, natürlich heißt sie nicht Susan, aber nennt sich so. Sie erklärt, wie ihr Geschäft funktioniert, flechtet kleine Episoden aus ihrer Vergangenheit ein, verrät dabei aber nicht wirklich viel. Eigentlich passiert nichts spektakuläres, das Geheimnis steckt wohl zwischen den Zeilen und genau das ist mein Problem: Ich finde es nicht. Natürlich verstehe ich, dass vorgeführt wird, wie die Frauen behandelt und gesehen werden. Selbstverständlich kann ich nachvollziehen, dass sie diese Erfahrungen registrieren, katalogisieren und ablegen, alles andere würde nicht funktionieren, wenn sie Geld verdienen möchten. Mir persönlich fehlt hier aber trotzdem ein wenig der Sinn. Einige Fragen bleiben für mich offen, was dazu führt, dass ich frustriert bin. Eine nette Geschichte. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.
»Wir nehmen keine Susan, die nicht unsere Sprache spricht. Früher war es anders. Wir hatten einmal eine, die nur Englisch konnte. Es war uns ein bisschen peinlich für sie. Ich meine, wie sollten wir mit ihr über Kunden lästern?« (Seite 58)
Die Inhaberin des Nagelstudios fungiert als Ich-Erzählerin, natürlich heißt sie nicht Susan, aber nennt sich so. Sie erklärt, wie ihr Geschäft funktioniert, flechtet kleine Episoden aus ihrer Vergangenheit ein, verrät dabei aber nicht wirklich viel. Eigentlich passiert nichts spektakuläres, das Geheimnis steckt wohl zwischen den Zeilen und genau das ist mein Problem: Ich finde es nicht. Natürlich verstehe ich, dass vorgeführt wird, wie die Frauen behandelt und gesehen werden. Selbstverständlich kann ich nachvollziehen, dass sie diese Erfahrungen registrieren, katalogisieren und ablegen, alles andere würde nicht funktionieren, wenn sie Geld verdienen möchten. Mir persönlich fehlt hier aber trotzdem ein wenig der Sinn. Einige Fragen bleiben für mich offen, was dazu führt, dass ich frustriert bin. Eine nette Geschichte. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.