überraschend gut
„Frag nach Susan“ hat mich wirklich positiv überrascht. Ich hatte nicht erwartet, dass mich dieser Roman so schnell für sich gewinnen würde – aber die Mischung aus Witz und Tiefgang hat für mich einfach perfekt funktioniert.
Im Mittelpunkt steht Ning, eine pensionierte Boxerin, die in einem Nagelstudio arbeitet. Dort heißen kurzerhand alle Mitarbeiterinnen Susan. Schwarze Haare, schwarze Kleidung, ein Namensschild – mehr Individualität scheint für die Kundschaft gar nicht nötig zu sein. Doch hinter der scheinbar oberflächlichen Welt aus Maniküre, Small Talk und perfekt lackierten Nägeln brodelt es gewaltig.
Besonders Ning als Charakter hat mir gefallen. Sie beobachtet ihre Umgebung mit einer beeindruckenden Klarheit und lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Gleichzeitig bekommt man einen sehr persönlichen Einblick in ihren Alltag, in die Herablassungen, denen sie begegnet, und in die Machtverhältnisse, die hinter vielen scheinbar harmlosen Situationen stecken.
Was ich besonders mochte: Das Buch ist witzig, ohne seine ernsten Themen lächerlich zu machen. Zwischen Nagellack und Kundinnengesprächen geht es um Klassengrenzen, Vorurteile, Ausgrenzung und die Frage, wie privilegierte Menschen auf Frauen wie Ning blicken. Und je länger man liest, desto deutlicher wird: Unter der perfekt lackierten Oberfläche ist längst nicht alles in Ordnung.
Ein Roman, der mich zum Lachen gebracht hat, gleichzeitig aber auch einiges zum Nachdenken mitgegeben hat. Eine überraschend starke Lektüre und für mich definitiv 5 Sterne!
Im Mittelpunkt steht Ning, eine pensionierte Boxerin, die in einem Nagelstudio arbeitet. Dort heißen kurzerhand alle Mitarbeiterinnen Susan. Schwarze Haare, schwarze Kleidung, ein Namensschild – mehr Individualität scheint für die Kundschaft gar nicht nötig zu sein. Doch hinter der scheinbar oberflächlichen Welt aus Maniküre, Small Talk und perfekt lackierten Nägeln brodelt es gewaltig.
Besonders Ning als Charakter hat mir gefallen. Sie beobachtet ihre Umgebung mit einer beeindruckenden Klarheit und lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Gleichzeitig bekommt man einen sehr persönlichen Einblick in ihren Alltag, in die Herablassungen, denen sie begegnet, und in die Machtverhältnisse, die hinter vielen scheinbar harmlosen Situationen stecken.
Was ich besonders mochte: Das Buch ist witzig, ohne seine ernsten Themen lächerlich zu machen. Zwischen Nagellack und Kundinnengesprächen geht es um Klassengrenzen, Vorurteile, Ausgrenzung und die Frage, wie privilegierte Menschen auf Frauen wie Ning blicken. Und je länger man liest, desto deutlicher wird: Unter der perfekt lackierten Oberfläche ist längst nicht alles in Ordnung.
Ein Roman, der mich zum Lachen gebracht hat, gleichzeitig aber auch einiges zum Nachdenken mitgegeben hat. Eine überraschend starke Lektüre und für mich definitiv 5 Sterne!