Viel mehr als ein gewöhnlicher Tag im Nagelstudio
Die Idee von Frag nach Susan fand ich von Anfang an ungewöhnlich. Die gesamte Geschichte spielt innerhalb eines einzigen Arbeitstages in einem Nagelstudio und trotzdem steckt erstaunlich viel darin.
Im Mittelpunkt steht Ning, eine ehemalige Boxerin und Besitzerin des Nagelstudios „Susan’s“. Dort tragen alle Mitarbeiterinnen für die Kundschaft den Namen Susan. Ihre wirklichen Namen können viele ohnehin nicht aussprechen und die Frauen werden kaum als einzelne Menschen wahrgenommen. Allein diese Idee fand ich ziemlich stark.
Während Nägel gefeilt, lackiert und Hände gepflegt werden, bekommt man immer mehr Einblicke in den Alltag der Frauen. Es geht um Arbeit, Geld, Herkunft, soziale Unterschiede und darum, wie die Mitarbeiterinnen von ihren meist privilegierten Kundinnen behandelt werden. Vieles wird dabei mit einem trockenen und teilweise ziemlich bissigen Humor erzählt.
Besonders interessant fand ich Ning. Nach außen erledigt sie einfach ihre Arbeit, während man als Leser einen ganz anderen Einblick in ihre Gedanken und Beobachtungen bekommt. Gerade dieser Gegensatz macht einen großen Teil der Geschichte aus.
Der Schreibstil ist eher ruhig und ungewöhnlich. Große Spannung oder viel Handlung sollte man nicht erwarten. Stattdessen lebt das Buch von Gesprächen, Beobachtungen und kleinen Situationen, hinter denen oft deutlich mehr steckt, als man zunächst denkt.
Für mich ist Frag nach Susan ein ungewöhnlicher und gesellschaftskritischer Roman über Menschen, die im Alltag viel zu oft übersehen werden. Kein Buch für zwischendurch, aber definitiv eines, das zum Nachdenken anregt.
Im Mittelpunkt steht Ning, eine ehemalige Boxerin und Besitzerin des Nagelstudios „Susan’s“. Dort tragen alle Mitarbeiterinnen für die Kundschaft den Namen Susan. Ihre wirklichen Namen können viele ohnehin nicht aussprechen und die Frauen werden kaum als einzelne Menschen wahrgenommen. Allein diese Idee fand ich ziemlich stark.
Während Nägel gefeilt, lackiert und Hände gepflegt werden, bekommt man immer mehr Einblicke in den Alltag der Frauen. Es geht um Arbeit, Geld, Herkunft, soziale Unterschiede und darum, wie die Mitarbeiterinnen von ihren meist privilegierten Kundinnen behandelt werden. Vieles wird dabei mit einem trockenen und teilweise ziemlich bissigen Humor erzählt.
Besonders interessant fand ich Ning. Nach außen erledigt sie einfach ihre Arbeit, während man als Leser einen ganz anderen Einblick in ihre Gedanken und Beobachtungen bekommt. Gerade dieser Gegensatz macht einen großen Teil der Geschichte aus.
Der Schreibstil ist eher ruhig und ungewöhnlich. Große Spannung oder viel Handlung sollte man nicht erwarten. Stattdessen lebt das Buch von Gesprächen, Beobachtungen und kleinen Situationen, hinter denen oft deutlich mehr steckt, als man zunächst denkt.
Für mich ist Frag nach Susan ein ungewöhnlicher und gesellschaftskritischer Roman über Menschen, die im Alltag viel zu oft übersehen werden. Kein Buch für zwischendurch, aber definitiv eines, das zum Nachdenken anregt.