Vielschichtig
Der Roman spielt an einem einzigen Tag und einem einzigen Ort, dem Nagelstudio, mit ein paar Rückblenden, ein bisschen wie ein Kammerspiel. Das Buch hat sich sehr schnell runtergelesen und war auf erster Ebene unterhaltsam. Wenn man genauer liest, war es aber durchaus vielschichtig. Es wird angesprochen wie Migranten (hier die Mitarbeiterinnen im Nagelstudio) alle als homogene Masse angesehen werden, statt als selbstständige Individuen, die Leute merken nicht mal, dass sie alle das gleiche Namensschild tragen.
Es werden Themen wie ungewollte und gewollte Kinderlosigkeit und Singledasein angesprochen, Sexismus und körperliche Überlegenheit des Mannes. Besonders resoniert hat bei mir auch der Gedanke, dass man einem Leben nachtrauern kann, gegen das man sich aktiv entschieden hat. Ein großes Thema war auch die gewählte (?) Einsamkeit der Hauptfigur und ihre Unnahbarkeit und gleichzeitige Empathie. Was mir weniger gefallen hat, ist dass die Frauen die ganze Zeit über die Kundinnen lästern, was für mich den Stereotyp reproduziert. Allerdings ist es auch wieder eine Art Stilmittel, man erfährt nur mehr über die Kundinnen und nichts über die Angestellten.
Was für mich gar nicht funktioniert hat, war das vorherige Leben der Hauptfigur als Boxerin und die Parallelen die sie zu ihrem jetzigen zieht. Irgendwie hat mir das nichts gegeben.
Es werden Themen wie ungewollte und gewollte Kinderlosigkeit und Singledasein angesprochen, Sexismus und körperliche Überlegenheit des Mannes. Besonders resoniert hat bei mir auch der Gedanke, dass man einem Leben nachtrauern kann, gegen das man sich aktiv entschieden hat. Ein großes Thema war auch die gewählte (?) Einsamkeit der Hauptfigur und ihre Unnahbarkeit und gleichzeitige Empathie. Was mir weniger gefallen hat, ist dass die Frauen die ganze Zeit über die Kundinnen lästern, was für mich den Stereotyp reproduziert. Allerdings ist es auch wieder eine Art Stilmittel, man erfährt nur mehr über die Kundinnen und nichts über die Angestellten.
Was für mich gar nicht funktioniert hat, war das vorherige Leben der Hauptfigur als Boxerin und die Parallelen die sie zu ihrem jetzigen zieht. Irgendwie hat mir das nichts gegeben.