Eine ganz wunderbare Coming-of-Age-Geschichte

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leseekki Avatar

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Sarah Welk stand schon seit Längerem auf meiner Lesewunschliste und ich hatte mit dem dritten Band der „Frei“-Reihe endlich die Möglichkeit, in ihre Schreibe und ihre Welten reinzuschnuppern. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert und vollauf überzeugt. Genau so sollten Bücher für junge Menschen und Heranwachsende sein. Eben nicht belehrend und besserwisserisch von oben herab, schlimmstenfalls auch noch mit ständiger moralinsaurer Keule im Anschlag, sondern einfach ehrlich und einfühlsam auf Augenhöhe und ihr Zielpublikum ernst nehmend.
„Frei: Bester Anfang“ ist eine ganz wunderbare Coming-of-Age-Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln und das Herantasten an die eigene Identität. Die Bedeutung von Freundschaft, Akzeptanz, Familie und romantische Liebe kommt genau so sehr zur Geltung, wie das Entstehen und Überwinden von Missverständnissen, aufbrausende Gefühle und das Erkämpfen des eigenen Freiraums und der Abnabelung hin zum selbstständigen Leben.
Daneben gelingt es Sarah Welk gekonnt ihre Schreibe jung klingen zu lassen, ohne cringe und aufgesetzt zu wirken. Als junger Mensch hätte ich dieses Buch gefeiert, als Mittvierziger mache ich es auch.
Einfach klasse und sehr zu empfehlen!