Freundschaft und die Suche nach dem Vater

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anjulia Avatar

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Koray ist vor etwa zehn Monaten mit seiner Mutter zurück in den kleinen Ort Rottloch gezogen. Da die Karriere der Mutter als Influencerin klar gescheitert ist, leben beide in der Wohnung der Oma. Geld muss her, und Alimente wären die Lösung. Doch Koray kennt seinen Vater nicht, und seine Mutter schweigt dazu verbissen. Gemeinsam mit seiner Clique stellt er Nachforschungen an.

FREI – Bester Anfang von Sarah Welk ist der dritte Teil einer Jugendbuchreihe rund um die Clique von Koray, Nico, Nasrin, Nina und Josh. Diesmal geht es um Koray, der seinen Vater sucht. Das Buch kann problemlos ohne Vorkenntnisse der ersten beiden Teile gelesen werden. Schreibstil und Geschichte sind modern, die Sprache wirkt authentisch, was manchmal etwas zu Lasten der Grammatik geht. Die Geschichte wird aus Korays Sicht erzählt, der für seine fünfzehn Jahre schon sehr reflektiert wirkt. Als Charakter hat er mir gut gefallen, genau wie seine Freunde, vielleicht mit Ausnahme von Nico, der eine mehr als fragwürdige Idee hat. FREI – Bester Anfang ist ein Buch, in dem es um Freundschaft, das Finden der eigenen Herkunft, familiäre Probleme und eine erste (queere) Beziehung geht. Insgesamt habe ich die Geschichte gemocht, und kann sie im Jugendbuchbereich weiterempfehlen.