Spurensuche

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eschlbachia Avatar

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"Frei" von Sarah Welk bringt viele Themen zur Sprache. Eine Coming-of-Age Geschichte, in der es um die Suche nach den Wurzeln, um Freundschaft und die Suche nach dem "Wer bin ich" geht.

Ich habe dieses Buch mit den Augen einer Mutter und Großmutter gelesen – also mit einem Blick, der immer ein wenig zwischen Sorge, Verständnis und stillem Staunen pendelt. Und genau da hat mich die Geschichte von Korey sehr berührt. Die Handlung ist flott, fast schon atemlos an manchen Stellen, so wie das Leben junger Menschen heute oft selbst ist. Man wird hineingezogen, bleibt dran, will wissen, wie es weitergeht – und erkennt dabei mehr wieder, als einem vielleicht lieb ist.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Sprache. Sie ist so unmittelbar, so nah an der Lebenswelt junger Menschen, dass ich mich beim Lesen immer wieder gefragt habe: *So fühlt sich das also heute an?* Als Mutter kennt man viele dieser Themen – das Loslassen, das Vertrauen, die leisen Ängste im Hintergrund. Aber als Großmutter kommt noch etwas anderes dazu: eine gewisse Milde, vielleicht auch ein größeres Staunen darüber, wie sich jede Generation ihren eigenen Weg in die Freiheit bahnt.

Ein sehr lebendiges, ehrliches und berührendes Buch, das ich nicht nur Jugendlichen, sondern auch Eltern und Großeltern ans Herz legen möchte.