Sensible Herzen

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In diesem ersten Leseeindruck passiert so einiges, aber das Wichtigste – wir lernen Louisa, ein armes Waisenmädchen kennen – so voller Gefühl, Action, Leben, Lieben, Wut und Einfallsreichtum. Was für ein Schatz, was für ein Leben hat sie schon hinter sich. Verlassen von Mutter und Vater, herumgereicht von Heim zu Heim. Der Schatz, den sie in sich trägt, ist DAS Bild: Das vom Meer, das eigentlich 3 Jugendliche zeigt. Und Fish, ihre liebste, tote Freundin.

Hier sitzt jeder Satz und jeder Satz legt eine Wunde offen oder lacht aus voller Kehle, wie ich das selten gelesen habe. Was für ein Fund!

Nebenbei ist die Leseprobe ein Füllhorn an Aphorismen: Phantasie ist die einzige Waffe eines Kindes.
… dass es einen besonderen Herzschlag gibt, an den man sich nicht mehr erinnern kann, wenn man nicht mehr jung ist.
Sie gehörten einander auf der Stelle.

„Freunde fürs Leben“ ist ein toller Titel, viel besser als das englische Original. Das Cover der badenden Jungen ist ansprechend, aber gibt DAS Bild, was das blaueste Blau zeigt, von dem ich gelesen habe, nicht im Ansatz wieder.

Aber die Sprache ist wundervoll. Louisa ist wundervoll und ich will sie unbedingt näher kennen lernen.