Absolutes Highlight!

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Einen Tag vor ihrem 18. Geburtstag stiehlt Luisa sich aus dem Waisenhaus davon, um bei der Versteigerung ihres Lieblingsbildes dabei zu sein: „Das vom Meer“ von dem berühmten Maler C. Jat. Doch Luisa, die selbst Künstlerin ist, weiß genau, dass auf diesem Bild nicht nur das Meer zu sehen ist, sondern drei Jugendliche auf einem Steg. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Luisa wird verdächtigt, das Bild beschädigen zu wollen. Auf der Flucht vor den Wachleuten begegnet sie einem Obdachlosen, der sich als der Maler des Bildes herausstellt. Schwer krank beschließt er, Luisa sein Bild zu vermachen – und damit beginnt das Abenteuer ihres Lebens.

„Freunde fürs Leben“ von Fredrik Backman erschien zunächst im amerikanischen Original und wurde von Rainer Schmidt ins Deutsche übertragen. Die Geschichte wird von einem allwissenden Erzähler vorgetragen, der zwischen Luisas Gegenwart und der Vergangenheit vor 25 Jahren hin- und herspringt. Denn in diesem Sommer, als der Maler und seine Freunde 14 Jahre alt waren, entstand „Das vom Meer“. Der Schreibstil ist wunderschön, mal voller witziger Dialoge, mal so traurig, dass es einem die Luft abschnürt.

Der Roman erzählt vorrangig von diesem einem Sommer, aber auch davon, wie die Freunde sich kennenlernten und was sie alle ausmacht. Da ist Joar, dessen Vater gewalttätig ist und der sich immer in der Schule prügelt, um seine blauen Flecken so zu überdecken. Da ist Ted, dessen Vater schwer krank ist und der sich eigentlich vor allem fürchtet. Ali ist das einzige Mädchen unter den Freunden und hat Schwierigkeiten, anderen zu vertrauen. Und dann schließlich der Maler, dessen Namen wir erst ganz am Ende erfahren und der schon als Jugendlicher ungemein zerbrechlich und depressiv ist.

„Freunde fürs Leben“ ist eine emotionale Ode an die Freundschaft, aber aufgrund seiner zahlreichen schwierigen Themen nicht zu unterschätzen. Neben der Kunst als Beruf geht es beispielsweise auch um Alkoholismus, Drogensucht, komplizierte Familien, Anderssein sowie Tod und Trauer. Am Ende des Buches müssen wir einige der Figuren beweinen, die uns unglaublich ans Herz gewachsen sind.