absolutes Jahreshighlight

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merleredbird Avatar

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Danke an Goldmann Verlag und Vorablesen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich bin ein riesiger Fan von Fredrik Backman. Sowohl Ein Mann namens Ove als auch die komplette Björnstad-Reihe gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und Lebenshighlights. Egal was der Mann schreibt, ich muss es lesen.

Dementsprechend ungeduldig habe ich auf die Übersetzung seines neusten Buches „My Friends“ gewartet und kann es kaum glauben, nun endlich „Freunde fürs Leben“ in den Händen zu halten.

Dieses Buch hat mich sehr an die Björnstad-Reihe erinnert. Doch statt wie dort um die ganze Stadt geht es hier um eine Gruppe von Freunden, spielt explizit im Sommer statt in den kälteren Jahreszeiten und fokussiert Kunst statt Eishockey. Und ja, das klingt inhaltlich erstmal nach gar keinen Gemeinsamkeiten und das stimmt auch! Ich meine hier eher die Atmosphäre des Buches, den Ton des Schreibstils, die schmerzhaften Emotionen und die mehrdeutigen Kapitel, die einen in die Irre führen, was wirklich passiert ist.

„Die Welt ist voller Wunder, aber das größte ist, wie weit ein junger Mensch durch den Glauben eines anderen in ihm getragen werden kann.“ (S. 450)

Dieses Buch spielt auf zwei Zeitebenen: in der heutigen Zeit begleiten wir Louisa, die es nicht so einfach in ihrem Leben hatte. Aber sie brennt für die Kunst und ein Gemälde von Freunden am Pier berührt sie so sehr, dass sie es unbedingt einmal in echt sehen möchte. Auf dem Weg in die Galerie führen überraschende Begegnungen dazu, dass sie sich mit einem jungen Mann namens Ted auf die Reise macht, in die Stadt am Meer – der Ort, an dem das Gemälde entstanden ist. 25 Jahre vorher verbringt eine Gruppe von Freunden einen malerischen Sommer zusammen auf dem Pier – so besonders, dass der Künstler aus der Gruppe diese Momente auf der Leinwand einfängt. Niemand konnte ahnen, was die Zukunft für die Freunde, aber auch für Louisa bereithält, und was alles durch ein einziges Bild ausgelöst wird.

Ich mochte es sehr, inwiefern die Geschichte von Louisa und die des Künstlers miteinander verbunden sind. Mir hat wirklich gut gefallen, wie Louisa alles über den Künstler und seine Freunde durch Teds Erzählungen während ihrer gemeinsamen Reise erfährt. Es ist wirklich ein Geschenk, jemanden zu haben, der an einen glaubt und einen bestärkt, sodass man diesen Glauben später an andere weitergeben kann.

Natürlich, natürlich hat Backman mich nicht enttäuscht und mit diesem Buch habe ich ein weiteres Jahres- und Lebenshighlight gefunden, dass nun mit auf das Regalbrett mit meinen Lieblingsbüchern wandern darf. Was kann ich da für eine andere Bewertung geben als 5 Sterne?