Berührend

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jess Avatar

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Frederik Backmans "Freunde fürs Leben" ist eine berührende Geschichte über eine kleine Gruppe junger Menschen, die sich gegenseitig Halt geben und früh erkennen: Das Leben schaffen wir nur mit Freund*innen. Erzählt wird die Geschichte uns gemeinsam mit Louisa, die über Umwege an einen der nun erwachsenen Freunde, Ted, gerät.

Zunächst zwei kleine Kritiken, die im Gesamtwerk nicht wirklich stören, aber mir doch aufgefallen sind:
Zu Beginn wird in den Rückblicken immer mal wieder ein kleiner Spoiler (Bsp.: "Damit sollte er recht behalten".) gegeben. Das ist zum Teil charmant, doch war zwischendurch etwas zu häufig verwendet. Das zweite ist: eine der Hauptfiguren, Louisa, 18 Jahre, hat einen sehr sympathischen und für sich einnehmenden Charakter. An mancher Stelle bricht sie für mich aus der Rolle und reagiert unsensibel und etwas zu kindlich für ihr Alter. Das war nur vereinzelt, so dass man darüber hinwegsehen konnte.

Insgesamt ist es eine liebevoll geschriebene Geschichte die schwierige Themen der Gesellschaft beleuchtet und dabeu eine Ode an die Freundschaft, das Wachsen an unterschiedlichen Charakteren und unverhoffter Wendungen im Leben ist.

Backman hat es zudem hier und da geschafft, mich gedanklich auf Irrwege zu führen. Über manche davon hat man sich gefreut, manches betrübt und dabei gelingt die Balance zwischen beidem ganz wunderbar.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und auch schon weiterempfohlen!