Erinnerungen

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bookworld91 Avatar

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Vier Freunde. Ein sagenumwobenes Gemälde. Und ein Teenager auf der Suche nach der Wahrheit. Schon ist man mitten drin in „Freunde fürs Leben“ von Fredrik Backmann.

Louisa ist ein Teenie mit Interesse an Kunst. Eines Tages soll sie ein besonderes Bild von einem verstorbenen Maler erhalten. Das führt zu einer Reise quer durch die Vergangenheit des Malers und halb Schweden…

Ich finde die Idee an und für sich genial. Louisa hat es nicht leicht, genau wie die Freunde damals. Und genau wie Maler Christian drückt sich Louisa durch Kunst aus, ein zentrales Thema des Romans. Dies wird durch anschauliche Beschreibungen und Vergleiche gut umgesetzt.
Genauso wurde das Thema Reisen versucht umzusetzen. Nicht nur verschiedene Verkehrsmittel (Zug, Taxi, Auto…), auch die Erinnerungen der Freunde laden zum Reisen durch Land und Zeit ein.

Hier ist allerdings das große Manko: die Erinnerungen reihen sich aneinander, ohne dass sie hinterfragt oder diskutiert werden. Vielmehr werden einzelne Episoden der Reihe nach erzählt. Das ist schade, da sich so die Geschichte in die Länge zieht. Ich hätte mir viel mehr das Reflektieren einzelner Erinnerungen gewünscht- etwa ob manche Erinnerung so stimmen kann oder wie andere Freunde die Situation erinnern.

Insgesamt aber ein Buch, das zum reflektieren und nachdenken anregt, zum Beispiel, was wichtig ist und was verfälscht erinnert wird. Ich gebe vier Sterne.