Auf den Spuren dunkler Zeiten
Die Autorin springt direkt in den dunklen Teil der deutschen Geschichte. In ihrer Familie gab es eine Frau, die in der Nazi-Zeit in eine psychiatrische Anstalt musste. Ihr Name war Frieda. Warum sie in die Anstalt musste, ist nicht bekannt.
Frieda hat nicht überlebt. Und niemand in der Familie hat jemals über sie gesprochen.
Die ersten Seiten des Buches haben mich sofort gefesselt. Die Zeit zwischen 1933 - 1945 waren auch in meiner Familie eine Zeit, über die nicht geredet wurde. Von meinen Großeltern mütterlicherseits weiß ich nur, dass mein Großvater zum Kriegsdienst eingezogen wurde, als er noch Jugendlicher war. Als Deutschland kurz vor der Kapitulation stand. Er war noch ein Kind. Der Krieg hat bei ihm bestimmt Spuren hinterlassen. Über die nie wieder geredet wurde. Meine Großeltern väterlicherseits sind aus Oberschlesien geflohen. Auch sie haben nie etwas über die Kriegsjahre erzählt. Die Autorin nennt die fehlenden Geschichten aus dieser Zeit: Nicht Geschichten. Es gibt sie, aber niemand kann oder will über sie sprechen.
Vielleicht hat die Leseprobe mich aus diesem Grund angesprochen. Meine Großeltern sind mittlerweile tot. Wie die meisten Zeitzeugen. Aber diese Zeit darf nicht genauso wie die Zeitzeugen sterben. Die vielen Opfer aus dieser Zeit müssen gehört werden. Ich hoffe, mit Frieda, der Frau in der Anstalt, über die es in der Leseprobe noch wenig Geschichten gab, wird ihre Geschichte erzählen dürfen.
Ich möchte das Buch unheimlich gern lesen und mich auf die Spur von Frieda begeben. Ich hoffe sehr, das Buch vorab lesen zu dürfen
Frieda hat nicht überlebt. Und niemand in der Familie hat jemals über sie gesprochen.
Die ersten Seiten des Buches haben mich sofort gefesselt. Die Zeit zwischen 1933 - 1945 waren auch in meiner Familie eine Zeit, über die nicht geredet wurde. Von meinen Großeltern mütterlicherseits weiß ich nur, dass mein Großvater zum Kriegsdienst eingezogen wurde, als er noch Jugendlicher war. Als Deutschland kurz vor der Kapitulation stand. Er war noch ein Kind. Der Krieg hat bei ihm bestimmt Spuren hinterlassen. Über die nie wieder geredet wurde. Meine Großeltern väterlicherseits sind aus Oberschlesien geflohen. Auch sie haben nie etwas über die Kriegsjahre erzählt. Die Autorin nennt die fehlenden Geschichten aus dieser Zeit: Nicht Geschichten. Es gibt sie, aber niemand kann oder will über sie sprechen.
Vielleicht hat die Leseprobe mich aus diesem Grund angesprochen. Meine Großeltern sind mittlerweile tot. Wie die meisten Zeitzeugen. Aber diese Zeit darf nicht genauso wie die Zeitzeugen sterben. Die vielen Opfer aus dieser Zeit müssen gehört werden. Ich hoffe, mit Frieda, der Frau in der Anstalt, über die es in der Leseprobe noch wenig Geschichten gab, wird ihre Geschichte erzählen dürfen.
Ich möchte das Buch unheimlich gern lesen und mich auf die Spur von Frieda begeben. Ich hoffe sehr, das Buch vorab lesen zu dürfen