Ahnenforschung im dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte

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mabla59 Avatar

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Geraldine Oetken hat in ihrem Buch "Frieda" genau das getan, was mich persönlich ebenfalls sehr interessiert. Nämlich Ahnenforschung. Geraldine Oetken sucht allerdings nach einer ganz bestimmten Person, ihre Urgroßtante Frieda.
Nur durch Zufall erfährt sie von deren Existenz. In ihrer Familie wurde nie über Frieda gesprochen.
Und hier haben wir beide wieder eine Gemeinsamkeit. Von der ich aber bisher nicht wusste, dass es mich interessiert. Aber auch in meiner Familie wurden die zwölf Jahre der Naziherrschaft nicht thematisiert und auch bei mir ist inzwischen niemand mehr da,den ich fragen könnte.
Doch zurück zum Buch. Frieda starb 1941 im Kloster Blankenburg, einer Anstalt für Menschen mit Behinderung, nahe Oldenburg. Außer den Eckdaten um Friedas Geburtstag und ihren Todestag hat Geraldine Oetken keine Anhaltspunkte. Dann erfährt sie, dass Friedas Todesursache "traumatische Epilepsie" war und vom Euthanasie Programm der Nationalsozialisten. Verbissen kämpft sie sich durch Bürokratie und Ämter.
Dabei schweift sie für meine Begriffe manches Mal zu sehr vom eigentlichen Thema ab. Die Asylpolitik Anfang der 1990er Jahre, um nur ein Beispiel zu nennen.
Und was mich persönlich ganz stark gestört und in meinem Lesefluss behindert hat, sind die ständigen Gendersternchen. Hier wären meiner Meinung nach Bindeworte wie und/oder besser, wenn schon unbedingt gegendert werden muss.
Sollte das Schule machen, wird mir die Lust am Lesen verleidet.
Hier wurde ein wichtiges Thema
Aber das ist, wie gesagt, meine persönliche Meinung.
Ansonsten ist das Thema hervorragend recherchiert