Auf Spurensuche

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jasmin14 Avatar

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In dem Buch schildert die Autorin, wie sie sich auf die Suche nach Spuren über Frieda macht. In der Familie wird über ihre Urgroßtante und ihr Schicksal nicht gesprochen und während sie mit den Nachforschungen beginnt, stellt sich heraus dass sie in der Zeit des Nationalsozialismuses in einer Nervenheilanstalt ums Leben kam.

Ich lese gerne Tatsachenberichte und finde es sehr wichtig, über historische Geschehnisse zu berichten, um zum einen aufzuklären und zu anderen ein Bewusstsein zu schaffen, in welche Richtung sich die Welt keinesfalls mehr entwickeln darf. Gerade die schreckliche Zeit des Nationalsozialismuses birgt viele unbekannte Geschichten, die in die Welt hinausgetragen werden müssen. Ich rechne es der Autorin sehr an, dass sie sich an dieses Thema heranwagt, wissend dass es sich dabei um schwere Kost handelt. So musste ich auch beim Lesen mehrmals schlucken. Vor allem als berichtet wurde, in welchem Zustand sich die Patientinnen und Patienten der Nervenheilanstalt damals befanden und wie damals "Euthanasie" betrieben wurde. Man merkt, wie viel Arbeit hinter diesem Buch steckt und ich finde es beeindruckend, dass die Autorin trotz der recht raren Informationen, die es über ihre Urgroßtante gibt, dran bleibt und jede noch so kleine Spur verfolgt. Dadurch zieht sich das Buch im Mittelteil ein wenig, da es über Friedas Geschichte leider nur wenig zu erzählen gibt. Dafür nimmt sich die Autorin Zeit, um das Thema generell etwas breiter zu behandeln und auch andere Schicksale hervorzuheben.

Ein sehr beeindruckendes Buch, das vielleicht einige Längen hat, aber auf jeden Fall lesenswert ist!