Die Erzählform war leider nicht meins
Nachdem ich "Mein wahrer Name ist Elisabeth" verschlungen und geliebt habe, klang "Frieda" nach dem perfekten Buch für mich. Eine Familienangehörige (die Autorin) auf der Suche nach einer Verwandten, über die kaum etwas bekannt ist. Hier nun mit deutschen Setting und zur NS-Zeit der "Euthanasie-Programme", war ich nach dem Klappentext und dem wunderschönen Cover sehr gespannt auf die Erzählung.
Ich muss leider sagen, dass mir der Schreibstil es gar nicht ermöglicht hat, so richtig in das Buch und die Geschehnisse einzutauchen. Schon im ersten Kapitel fühlt es sich an, wie eine sehr lange Exposition, die nirgendwo ankommt. Auch, dass in der Gegenwart geschrieben wurde, hat mich doch sehr verwirrt. Ich habe immer darauf gewartet, dass der Rückblick losgeht und ich so richtig in die Recherche eintauchen kann. Das ist leider nicht passiert. In unregelmäßigen Abständen wird Frieda von der Autorin auch direkt angesprochen, es gibt viele (unbeantworteten) Fragen. Ich hätte mir da mehr Konsistenz gewünscht, vielleicht auch stilistisch anders gestaltete "Ansprachen".
Ich hätte es sehr gerne besser bewertet, aber "Frieda" war leider nicht mein Buch. Trotzdem großen Respekt an die Autorin, ihre Familiengeschichte so offen mit der Welt zu teilen und die Aufmerksamkeit auf so ein wichtiges Thema wie die menschenverachtenden "Euthanasie-Programme" der Nationalsozialisten zu lenken.
3/5 Sterne
Ich muss leider sagen, dass mir der Schreibstil es gar nicht ermöglicht hat, so richtig in das Buch und die Geschehnisse einzutauchen. Schon im ersten Kapitel fühlt es sich an, wie eine sehr lange Exposition, die nirgendwo ankommt. Auch, dass in der Gegenwart geschrieben wurde, hat mich doch sehr verwirrt. Ich habe immer darauf gewartet, dass der Rückblick losgeht und ich so richtig in die Recherche eintauchen kann. Das ist leider nicht passiert. In unregelmäßigen Abständen wird Frieda von der Autorin auch direkt angesprochen, es gibt viele (unbeantworteten) Fragen. Ich hätte mir da mehr Konsistenz gewünscht, vielleicht auch stilistisch anders gestaltete "Ansprachen".
Ich hätte es sehr gerne besser bewertet, aber "Frieda" war leider nicht mein Buch. Trotzdem großen Respekt an die Autorin, ihre Familiengeschichte so offen mit der Welt zu teilen und die Aufmerksamkeit auf so ein wichtiges Thema wie die menschenverachtenden "Euthanasie-Programme" der Nationalsozialisten zu lenken.
3/5 Sterne