Die Spuren von Frieda
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Ich finde, es ist sehr gut gewählt und macht auf jeden Fall neugierig auf die Geschichte dahinter. Auch der Einstieg ins Buch hat mir richtig gut gefallen. Ich war schnell in der Geschichte drin und wollte unbedingt weiterlesen und mehr über Frida erfahren.
Besonders wichtig finde ich das Thema, mit dem sich das Buch beschäftigt. Geschichten wie die von Frida dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Deshalb mochte ich auch die Idee hinter dem Buch sehr: Geraldine Oetken macht sich auf die Suche nach Fridas Geschichte und beschäftigt sich dadurch gleichzeitig mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Sie möchte herausfinden, wer Frida war, was mit ihr passiert ist und ihr auf eine gewisse Art Gerechtigkeit verschaffen. Diesen Gedanken fand ich wirklich schön.
Gerade der Anfang des Buches konnte mich deshalb total überzeugen. Im Laufe der Geschichte hat meine Begeisterung allerdings etwas nachgelassen. Es gab einige Passagen, die sich für mich ziemlich gezogen haben und die ich teilweise auch etwas langweilig fand. Ich hatte dabei immer wieder das Gefühl, dass die eigentliche Suche nach Frida in den Hintergrund rückt. Stattdessen ging es teilweise sehr ausführlich um das Leben, die Gedanken und persönlichen Eindrücke der Autorin. Dadurch hab ich einige Seiten eher überflogen.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass die Autorin ihre eigenen Gedanken, Gefühle und auch Mutmaßungen mit einbringt. Schließlich ist die Suche nach Frida für sie etwas sehr Persönliches und das darf meiner Meinung nach auch Teil des Buches sein. An manchen Stellen war es mir aber einfach ein bisschen zu viel. Ich wollte einfach wissen, wie es mit Frida weitergeht und was die Autorin noch über sie herausfinden kann. Dadurch haben mich einige der längeren Passagen leider etwas aus dem Lesefluss gebracht.
Trotzdem finde ich die Grundidee von Frieda wirklich schön und vor allem wichtig. Das Buch gibt einer Geschichte Raum, die nicht vergessen werden sollte, und zeigt gleichzeitig, wie sehr die Vergangenheit auch mit der eigenen Familiengeschichte verbunden sein kann.