Frieda ist nicht vergessen
Geraldine Oetken erfährt zufällig, dass sie eine Urgroßtante, Frieda, hatte, die im Februar 1941 in einer "Pflegeeinrichtung" in der Nähe von Oldenburg im Alter von 59 Jahren verstarb. Wer war Frieda? Wie hat sie gelebt? Wie ist sie gestorben? Die Autorin will das alles genau wissen und unternimmt aufwendige Recherchen, um Frieda näherzukommen. Dazu gräbt sie tief in den Verwaltungsakten zur Zeit des Nationalsozialismus, die sehr akribisch geführt wurden - was das Monetäre betrifft.
Die Autorin lässt auch nicht die Geschichte ihrer Familie aus, in der über die Zeit zwischen 1933 und 1945 immer geschwiegen worden war. Das finde ich sehr mutig, denn ich glaube, dass niemand gerne hört, dass die eigenen Vorfahren Nazis waren. Mich haben ihre Nachforschungen tatsächlich angeregt, mehr über meine eigenen Großeltern in Erfahrung zu bringen, da gibt es auch ein paar Ungereimtheiten.
Die Autorin überlegt zudem, wie wir uns heutzutage eventuell schuldig machen, wo wir aus Bequemlichkeit wegschauen, obwohl es unsere Aufgabe wäre, hinzuschauen und zu handeln.
Das Buch hat mich sehr beeindruckt, obwohl wir über Frieda nicht sehr viel erfahren.
Was mir nicht so gefallen hat, ist der oft ein bisschen pathetische Ton, aber trotzdem ist es für mich ein ausgezeichnetes Buch.
Die Autorin lässt auch nicht die Geschichte ihrer Familie aus, in der über die Zeit zwischen 1933 und 1945 immer geschwiegen worden war. Das finde ich sehr mutig, denn ich glaube, dass niemand gerne hört, dass die eigenen Vorfahren Nazis waren. Mich haben ihre Nachforschungen tatsächlich angeregt, mehr über meine eigenen Großeltern in Erfahrung zu bringen, da gibt es auch ein paar Ungereimtheiten.
Die Autorin überlegt zudem, wie wir uns heutzutage eventuell schuldig machen, wo wir aus Bequemlichkeit wegschauen, obwohl es unsere Aufgabe wäre, hinzuschauen und zu handeln.
Das Buch hat mich sehr beeindruckt, obwohl wir über Frieda nicht sehr viel erfahren.
Was mir nicht so gefallen hat, ist der oft ein bisschen pathetische Ton, aber trotzdem ist es für mich ein ausgezeichnetes Buch.