historisch und interessant!

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erkangrn Avatar

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ich bin relativ ruhig in das buch reingegangen aber ziemlich schnell hatte ich dieses gefühl das es hier nicht nur um eine einzelne person geht sondern um etwas viel größeres das lange verdrängt wurde. diese idee einer fast vergessenen frau eine geschichte zurückzugeben hat direkt so eine gewisse ernsthaftigkeit erzeugt die mich beim lesen begleitet hat. was mich besonders beschäftigt hat ist dieser wechsel zwischen recherche und persönlicher annäherung. es fühlt sich nicht wie eine klassische erzählung an sondern eher wie ein nachspüren bei dem man merkt wie viele lücken es gibt und wie schwer es ist vergangenes wirklich vollständig zu rekonstruieren. genau das hat für mich viel nachdenklichkeit ausgelöst. ich fand es stark das das buch sehr klar zeigt wie eng persönliche familiengeschichte und historische gewalt miteinander verbunden sein können. gerade diese verbindung zwischen biografie und den strukturen der zeit hat mich immer wieder innehalten lassen weil es nicht abstrakt bleibt sondern sehr konkret wird. sprachlich wirkt das ganze eher sachlich und ruhig was gut zu diesem dokumentarischen charakter passt. trotzdem hatte ich nicht das gefühl das es distanziert bleibt weil immer wieder persönliche gedanken und emotionen einfließen. irgendwie ist bei mir vor allem dieses gefühl hängen geblieben das erinnern auch eine verantwortung ist und das vergessen oft viel leichter passiert als man denkt. ich würde es empfehlen wenn man sich für familiengeschichten interessiert die tief in historische zusammenhänge hineinreichen und eher leise aber sehr eindringlich erzählt sind.