Leider nichts für mich

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willow94 Avatar

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Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Dieses Buch hat ein großes Potenzial, und verschenkt dieses meiner Ansicht nach komplett.
Geraldine Oetken beschreibt hier ihre Suche nach ihrer „verschwundenen“ Urgroßtante Frieda. Sie kam in ein Pflegeheim während der NS-Zeit und man weiß leider kaum etwas darüber warum genau oder was ihr dort passiert ist. Die Autorin begiebt sich nun also auf allen Möglichen Wegen auf die Suche nach Informationen.
Aufgrund dieser Geschichte ihrer Verwandten wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Leider habe ich das Buch kurz nach der Hälfte abgebrochen, nachdem ich bereits weit vorher anfing Seiten zu überblättern was gar nicht zu mir passt.

Doch woran lag das? Es war zum einen der Schreibstil. Teils ist dieser sehr chaotisch, aus- sowie abschweifend und sich wiederholend. Auch mochte ich einige Stilmittel nicht wirklich (sich wiederholende Wörter oder Geräusche in Sprache umgewandelt…).
Ich empfand das abschweifen in die NS Zeit entwas anstrengend, zumal es einfach zu viel war. Es sollte doch um etwas anderes gehen. Ich finde es ist ein sehr wichtiges Thema! Aber in diesem Ausmaß fand ich es zu viel, weil ich ja gar keinen historischen Roman über die NS Zeit allgemein wollte (wenn auch ich tatsächlich zunächst noch Dinge gelernt habe, was ich cool fand).
Auch ihre Fantasien darüber wie es damals war und den Leuten erging… das war auch irgendwie zu lang und zu ausschweifend. Hat leider zur Geschichte selbst nichts beigetragen.

Kurzum:

Es ist mit Sicherheit ein tolles Buch! Aber für mich war es leider gar nichts. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet und ich denke ohne diese Erwartung hätte ich es vielleicht mehr genießen und auch beenden können. In diesem Fall wollte ich aber hauptsächlich wissen wie es mit Frieda weiterging. Wenn diese Infos nicht für ein 300 Seiten Buch gereicht haben dann hätte ich mich dahingehend auch über ein 150 Seiten Buch oder weniger gefreut.
Sehr schade.