Unerwartet langatmig, aber dennoch ein wichtiger Bericht
Frieda – Ein Name, ein Schicksal und dennoch das Schicksal vieler. Der Klappentext des Buches sprach mich sofort an. Gemeinsam mit der Autorin wollte ich mich auf die Suche nach Ihrer vergessenen Familienangehörigen begeben. Und dies tat ich auch. Geraldine Oetken nimmt uns mit auf eine Reise in die Archive dieses Landes, auf eine Reise in Ihre eigenen Familiengeschichte und der Frage nach dem Vergessen.
Sehr akribisch und detailliert erzählt sie dabei von Ihrem Vorgehen, von den unzähligen Akten die sie durchforstet hat, und von all den Mühen die sie aufgewandt hat um der Geschichte Ihrer Urgroßtante auf die Spuren zu kommen. Dabei nimmt die den Leser mit in das dunkelste Kapitel der Deutschen Geschichte , dem Nationalsozialismus. Es geht um Euthanasie und die sogenannten Hungermorde,und verbunden mit dieser Zeit auch um die Frage nach Schuld. Aber was bleibt ist nicht nur die Frage nach der Schuld, vor allem der Schuld der eigenen Familie, sondern auch ein riesiger Berg an Mutmaßungen und Annahmen. Es werden Familienanekdoten wiedergegeben, deren Wahrhaftigkeit plötzlich in Zweifel gezogen werden. Dinge die erzählt wurden, stehen plötzlich in einem völlig anderen Licht. Man fühlt sich hin – und hergerissen. Wurde Frieda geliebt? Oder war sie nicht willkommen?
Die Autorin scheut weder Zeit noch Mühen, stellt eigene Berechnungen an und notiert alles bis ins Kleinste. Dadurch wird das Buch aus meiner Sicht leider zu langatmig. Das Buch ist ein Bericht darüber, wie jemand verzweifelt und aufopferungsvoll versucht Erinnerungen an einen Menschen zu schaffen , der durch ein unmenschliches System zu Tode kam. Frieda bleibt die ganze Zeit über schemenhaft, sie ist wie ein Geist, der Autorin und Leser gleichermaßen begleitet. Im harten Gegensatz dazu steht der unermüdliche Drang der Autorin Ihre Urgroßtante sichtbar zu machen. Das Buch ist weder ein Roman, noch ein Sachbuch. Es ist ein dazwischen. So wie die Geschichte von Frieda, wie die Geschichte vieler der Euthanasie-Opfer des Nationalsozialismus.
Und was bleibt? Was von Frieda letztendlich bleibt möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich habe lange nachgedacht, was die Lektüre bei mir für Spuren hinterlassen hat. Ich selber habe viele Jahre Ahnenforschung betrieben, und natürlich ahnt man, dass es auch in der eigenen Familie, der Wahrscheinlichkeit nach Nazis gegebene haben wird. Wenn ich sehe mit wie viel Hingabe hier nach einer eigentlich unbekannten Familienangehörigen gesucht wird, und wie viel Mühen hier investiert wurden, um dem stillen vergessen entgegenzutreten, so nehme ich für mich persönlich mit, dass ich bei weiteren eigenen Ahnenforschungen mein eigenes Vorgehen noch einmal hinterfragen und überdenken wurde. Leider konnte mich das Buch aber nicht so begeistern , wie ich es erwartet hatte. Dennoch würde ich behaupten, dass es im historischen Kontext als wichtiges Werk einzuordnen ist. Von den sogenannten Hungermorden habe ich bisher kaum etwas gelesen und auch die Oldenburger Region als Hochburg im Nationalsozialismus wird hier genauer beleuchtet.
Sehr akribisch und detailliert erzählt sie dabei von Ihrem Vorgehen, von den unzähligen Akten die sie durchforstet hat, und von all den Mühen die sie aufgewandt hat um der Geschichte Ihrer Urgroßtante auf die Spuren zu kommen. Dabei nimmt die den Leser mit in das dunkelste Kapitel der Deutschen Geschichte , dem Nationalsozialismus. Es geht um Euthanasie und die sogenannten Hungermorde,und verbunden mit dieser Zeit auch um die Frage nach Schuld. Aber was bleibt ist nicht nur die Frage nach der Schuld, vor allem der Schuld der eigenen Familie, sondern auch ein riesiger Berg an Mutmaßungen und Annahmen. Es werden Familienanekdoten wiedergegeben, deren Wahrhaftigkeit plötzlich in Zweifel gezogen werden. Dinge die erzählt wurden, stehen plötzlich in einem völlig anderen Licht. Man fühlt sich hin – und hergerissen. Wurde Frieda geliebt? Oder war sie nicht willkommen?
Die Autorin scheut weder Zeit noch Mühen, stellt eigene Berechnungen an und notiert alles bis ins Kleinste. Dadurch wird das Buch aus meiner Sicht leider zu langatmig. Das Buch ist ein Bericht darüber, wie jemand verzweifelt und aufopferungsvoll versucht Erinnerungen an einen Menschen zu schaffen , der durch ein unmenschliches System zu Tode kam. Frieda bleibt die ganze Zeit über schemenhaft, sie ist wie ein Geist, der Autorin und Leser gleichermaßen begleitet. Im harten Gegensatz dazu steht der unermüdliche Drang der Autorin Ihre Urgroßtante sichtbar zu machen. Das Buch ist weder ein Roman, noch ein Sachbuch. Es ist ein dazwischen. So wie die Geschichte von Frieda, wie die Geschichte vieler der Euthanasie-Opfer des Nationalsozialismus.
Und was bleibt? Was von Frieda letztendlich bleibt möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich habe lange nachgedacht, was die Lektüre bei mir für Spuren hinterlassen hat. Ich selber habe viele Jahre Ahnenforschung betrieben, und natürlich ahnt man, dass es auch in der eigenen Familie, der Wahrscheinlichkeit nach Nazis gegebene haben wird. Wenn ich sehe mit wie viel Hingabe hier nach einer eigentlich unbekannten Familienangehörigen gesucht wird, und wie viel Mühen hier investiert wurden, um dem stillen vergessen entgegenzutreten, so nehme ich für mich persönlich mit, dass ich bei weiteren eigenen Ahnenforschungen mein eigenes Vorgehen noch einmal hinterfragen und überdenken wurde. Leider konnte mich das Buch aber nicht so begeistern , wie ich es erwartet hatte. Dennoch würde ich behaupten, dass es im historischen Kontext als wichtiges Werk einzuordnen ist. Von den sogenannten Hungermorden habe ich bisher kaum etwas gelesen und auch die Oldenburger Region als Hochburg im Nationalsozialismus wird hier genauer beleuchtet.